Widerstand gegen Umbau des Klinikums Bremen-Ost
Die GeNo will alle somatischen Abteilungen aus dem Klinikum Bremen-Ost abziehen. Im Beirat Osterholz stießen die Pläne auf deutliche Kritik.
Die geplante Neuordnung des Klinikums Bremen-Ost sorgt im Stadtteil Osterholz für heftigen Widerstand. Im Beirat musste sich die Geschäftsführung des kommunalen Klinikverbunds Gesundheit Nord (GeNo) kritischen Fragen zu ihrem Vorhaben stellen, sämtliche somatischen Abteilungen vom Standort abzuziehen.
Somatische Medizin umfasst die Behandlung körperlicher Erkrankungen. Welche Fachbereiche künftig an andere Standorte wechseln sollen und wann die Verlagerungen umgesetzt werden könnten, geht aus der Meldung nicht hervor. Im Mittelpunkt der Debatte standen die Folgen des geplanten Rückzugs für das Klinikum und den Stadtteil.
Teil einer umfassenden Sanierung
Die Standortpläne gehören zur wirtschaftlichen Neuordnung der Gesundheit Nord. Der Bremer Senat hatte einen zusätzlichen Kreditrahmen von 293 Millionen Euro beschlossen, um eine drohende Zahlungsunfähigkeit des Klinikverbunds abzuwenden. Das Sanierungsprogramm ist auf fünf Jahre angelegt. Die Rückzahlung der Kredite soll 2032 beginnen.
Zu den vorgesehenen Maßnahmen zählen neben der Bündelung medizinischer Angebote auch Einsparungen beim Personal. Rund 560 Vollzeitstellen sollen nach den bisherigen Planungen wegfallen. Über die Finanzierung müssen neben dem Senat auch parlamentarische Gremien beraten.
Kritik aus Osterholz
Die Auseinandersetzung im Beirat zeigt, dass die Verlagerung ganzer medizinischer Bereiche vor Ort auf erheblichen Widerstand trifft. Die GeNo-Geschäftsführung erläuterte dort ihre Pläne und stellte sich den Fragen der Beiratsmitglieder. Ein Ergebnis der kontroversen Sitzung oder Änderungen am bisherigen Konzept nennt die Meldung nicht.
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