Strebl-Affäre: CDU sieht Widersprüche in Bovenschultes Aussage

Nach einer erneuten Befragung des Bürgermeisters kritisiert CDU-Obmann Jens Eckhoff Widersprüche bei der Begründung für Irene Strebls Ruhestand.

Panorama 06. Oktober 2026, 02:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Andreas Bovenschulte (Archivfoto)
Andreas Bovenschulte (Archivfoto) | Foto: Superbass / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Nach der erneuten Befragung von Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss erhebt die CDU Zweifel an dessen Darstellung. Es geht um die Versetzung der früheren Staatsrätin Irene Strebl in den einstweiligen Ruhestand. CDU-Obmann Jens Eckhoff, zugleich Vorsitzender des Ausschusses, sieht Widersprüche zwischen Bovenschultes Aussage und den vorliegenden Unterlagen.

Bovenschulte erklärte demnach am Dienstag, die damalige Senatorin Kathrin Moosdorf habe ihn am 14. September 2025 telefonisch über ihre Entscheidung informiert, sich von Strebl zu trennen. Nach seiner Erinnerung habe Moosdorf dies sinngemäß mit einem Vertrauensverlust in Strebls Leistungsfähigkeit begründet.

Unterschiedliche Begründungen

Eckhoff verweist dagegen auf die öffentliche Kommunikation vom folgenden Tag. In der damaligen Pressemitteilung sei kein Vertrauensverlust erwähnt worden. Stattdessen habe sie einvernehmliche Gespräche und Strebls persönliche Situation als Gründe genannt. Ein früher Entwurf habe die Trennung zudem mehrfach als gemeinsame Entscheidung von Senatorin und Staatsrätin dargestellt. Erst am 19. September 2025 habe Moosdorf öffentlich von einem Vertrauensverlust gesprochen.

Der CDU-Politiker kritisierte außerdem Erinnerungslücken des Bürgermeisters. Bovenschulte habe nicht mehr sicher sagen können, ob er vor der entscheidenden Senatssitzung persönlich mit Moosdorf gesprochen habe. Nach Eckhoffs Einschätzung sind die tatsächlichen Abläufe deshalb weiterhin nicht vollständig geklärt.

Strebl ebenfalls befragt

Im Anschluss hörte der Ausschuss auch Irene Strebl an. Eckhoff warf ihr vor, mit ihren Angaben von den Ausschussunterlagen abgewichen zu sein. Insbesondere habe sie weder den Inhalt gelöschter Chatnachrichten an einen Herrn Fries noch den Grund für deren Löschung erklären können.

Die Bewertung stammt aus einer Mitteilung der CDU-Fraktion. Eigene Stellungnahmen von Bovenschulte, Moosdorf oder Strebl zu den Vorwürfen liegen in der Meldung nicht vor.

Originalquelle

CDU-Fraktion Bremen

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