Sechs Strafverfahren am Amtsgericht Bremen angekündigt
Von mutmaßlicher Gewalt bis zu einem Leasingfall mit Fahrzeugen im Wert von 277.000 Euro: Das Amtsgericht Bremen hat ausgewählte Termine veröffentlicht.
Am Amtsgericht Bremen stehen vom 1. bis 3. September mehrere Strafverfahren auf dem Programm. Die Vorwürfe reichen von gefährlicher Körperverletzung über Geldwäsche bis zur Unterschlagung geleaster Fahrzeuge. In allen Fällen gilt die Unschuldsvermutung.
Zum Auftakt am Dienstag verhandelt eine Strafrichterin ab 12 Uhr im Saal 451 gegen zwei Angeklagte. Sie sollen im Januar 2024 nach einem Streit gemeinsam auf einen Mann eingeschlagen haben. Zuvor soll einer von ihnen dem Betroffenen einen Kopfstoß versetzt haben.
Geldwäsche und Flaschenangriff
Eine Stunde später beginnt im Saal 550 ein Verfahren wegen Geldwäsche. Ein Angeklagter soll sein Konto unbekannten Betrügern überlassen haben. Nach dem Vorwurf der Staatsanwaltschaft gingen fünf Überweisungen von Geschädigten im Gesamtwert von 11.200 Euro ein, die größtenteils abgehoben worden sein sollen.
Am Mittwoch geht es ab 9 Uhr im Saal 150 um einen mutmaßlichen Angriff mit Bierflaschen. Ein Mann soll gemeinsam mit einer unbekannten Person einen vor einer Kneipe sitzenden Geschädigten verletzt haben. Die unbekannte Person soll eine Flasche gegen dessen Kopf geschlagen haben; dem Angeklagten wird vorgeworfen, mit einer zerbrochenen Flasche Schnittverletzungen im Gesicht und Nacken verursacht zu haben.
Vorwürfe häuslicher Gewalt
Für Mittwoch, 11.30 Uhr, ist im Saal 351 ein weiterer Prozess wegen gefährlicher Körperverletzung angesetzt. Der Angeklagte soll einen Mann in einem Hausflur geschlagen und gegen eine Glastür gedrückt haben. Anschließend soll er eine Frau geschlagen und einen Couchtisch nach ihr geworfen haben.
Am Donnerstag verhandelt das Gericht zudem über den Vorwurf, ein Mann habe seine Ehefrau 2023 während einer Autofahrt geschlagen und mit einem Schraubenschlüssel verletzt. Ein Jahr später soll er sie gewürgt haben. Ebenfalls am Donnerstag beginnt vor dem Schöffengericht ein Verfahren wegen Unterschlagung. Mehrere Angeklagte sollen geleaste Fahrzeuge trotz Kündigung der Verträge nicht zurückgegeben haben. Der angegebene Gesamtwert beträgt 277.000 Euro.
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