Amtsgericht Bremen verhandelt über Gewalt, Untreue und Autorennen
Mehrere Strafverfahren stehen ab Montag am Amtsgericht Bremen an. Ein geplanter Prozess zu Cannabisplantagen beginnt erst am 21. September.
Am Amtsgericht Bremen beginnen in der Woche ab dem 7. September mehrere Verfahren unter anderem wegen mutmaßlicher Gewalt gegen Polizeikräfte, Untreue, Freiheitsberaubung und eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens. Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.
Bereits am Montag um 9 Uhr muss sich eine Angeklagte wegen Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten. Laut Anklage soll sie bei einem Polizeieinsatz im Mai 2024 drei Beamtinnen und Beamte angegriffen haben, nachdem sie wegen eines Erzwingungshaftbefehls in Gewahrsam genommen werden sollte.
Vorwurf nach Polizeieinsatz
Die Frau soll einem Polizisten gegen das Jochbein geschlagen, eine Beamtin im Streifenwagen beißen wollen und einer weiteren Polizistin im Gewahrsam ins Auge geschlagen haben. Die geschädigte Beamtin habe danach Schmerzen und Sehstörungen wahrgenommen.
Am Dienstag steht eine Betreuerin wegen Untreue vor Gericht. Sie soll im August 2024 die EC-Karte einer von ihr betreuten Frau 13-mal unberechtigt für sich eingesetzt haben. Der mutmaßliche Schaden beträgt 1600 Euro.
Gewalt und Streit ums Wohnen
Für Mittwoch sind drei Verfahren angesetzt. Ein Mann soll eine Frau bei einem Streit in ihrer Wohnung geschlagen, an den Haaren gezogen und mit einem abgebrochenen Bleistift bedroht haben. Die Frau und ihr siebenjähriger Sohn hätten die Wohnung schließlich verlassen können.
In einem weiteren Verfahren geht es um einen Lastwagen im Wert von 34.500 Euro, der nach der Kündigung eines Finanzierungsvertrags nicht herausgegeben worden sein soll. Außerdem wird einer Vermieterin vorgeworfen, einer Mieterin Versorgung und Zugangsmöglichkeiten genommen zu haben, um sie zum Auszug zu bewegen.
Rennen mit hohem Tempo
Am Donnerstag verhandelt das Gericht gegen zwei Angeklagte wegen eines mutmaßlichen illegalen Autorennens im November 2025. Sie sollen innerorts bis zu 123 Stundenkilometer in einer Tempo-50-Zone sowie 132 Stundenkilometer in einem Baustellenbereich mit Tempo 30 gefahren sein.
Der zunächst für Montag geplante Prozess gegen fünf Angeklagte im Zusammenhang mit zwei Cannabisplantagen ist aufgehoben worden. Er soll nun am 21. September beginnen.
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