Rotes Kreuz Krankenhaus trainiert Versorgung Schwerverletzter

Rund 40 Beschäftigte des Rotes Kreuz Krankenhauses proben am Samstag die Arbeit im Schockraum. Auch die Alarmierungskette wurde vor dem Tag der Deutschen Einheit getestet.

Sport 17. September 2026, 16:06 Uhr 1 Min. Lesezeit 7 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Rotes Kreuz Krankenhaus (Archivfoto)
Rotes Kreuz Krankenhaus (Archivfoto) | Foto: Freie Kliniken Bremen / Wikimedia Commons, gemeinfrei

Im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen findet am Samstag, 19. September, ein ganztägiges Training für die Versorgung schwerverletzter Menschen statt. Rund 40 Mitarbeitende aus Anästhesie, Chirurgie, Pflege und Rettungsdienst nehmen daran teil. Die Übung soll Abläufe im Schockraum unter möglichst realistischen Bedingungen festigen.

Ein Schockraum ist der Klinikbereich, in dem Menschen mit lebensbedrohlichen Verletzungen oder Erkrankungen zunächst gleichzeitig von mehreren Fachkräften behandelt werden. Für das Training sind unterschiedliche Unfallszenarien vorbereitet, darunter Stürze, Verkehrs- und Arbeitsunfälle sowie Verletzungen durch Gewalt. Geschminkte und eingewiesene Darsteller übernehmen dabei die Rolle der Patientinnen und Patienten.

Üben unter Zeitdruck

Der siebenstündige Workshop beginnt mit praktischen Übungen im Tagungszentrum der Klinik. Die Teams trainieren dort unter anderem Maßnahmen zur Sicherung von Atmung und Kreislauf, das Anlegen von Zugängen und Drainagen sowie den Umgang mit Schienen zur Stabilisierung von Gliedmaßen. Anschließend folgt die Versorgung der simulierten Notfälle im Schockraum.

Neben medizinischen Handgriffen stehen Kommunikation und Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Nach den Szenarien wollen die Beteiligten die Einsätze gemeinsam auswerten. Das Training findet nicht während des regulären Klinikbetriebs statt; die Beschäftigten kommen dafür am Samstagvormittag zusammen.

Alarmierung bereits getestet

Nach Angaben des Krankenhauses wurde eine Woche vor der Übung bereits testweise die telefonische Alarmierungskette ausgelöst. Hintergrund sind unter anderem die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit Anfang Oktober in Bremen. Eine besondere Gefahrenlage oder behördliche Vorgaben für zusätzliche Krankenhausmaßnahmen gebe es nicht. Das Krankenhaus habe dennoch Mitarbeitende informiert, Telefonketten geprüft und Lagerbestände aufgefüllt.

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