Rotes Kreuz Krankenhaus trainiert den Schockraum
Rund 40 Beschäftigte des Rotes Kreuz Krankenhauses üben am 19. September die Versorgung schwer verletzter Menschen unter realitätsnahen Bedingungen.
Das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen führt am Samstag, 19. September, ein ganztägiges Schockraumtraining durch. Rund 40 Beschäftigte aus Anästhesie, Chirurgie, Pflege und Rettungsdienst üben die erste Behandlung von Menschen mit lebensbedrohlichen Verletzungen.
Im Mittelpunkt stehen simulierte Notfälle: Darstellerinnen und Darsteller übernehmen dabei die Rollen von Verletzten nach Stürzen, einem Motorradunfall oder Gewalttaten. Sie sind entsprechend geschminkt und zuvor in ihre Aufgaben eingewiesen.
Abläufe unter Zeitdruck
Ein Schockraum ist der Bereich einer Klinik, in dem mehrere Fachkräfte Schwerverletzte unmittelbar nach ihrer Einlieferung gleichzeitig versorgen. Die Teams trainieren unter anderem die Sicherung von Atmung und Atemwegen, die Stabilisierung des Kreislaufs sowie den Einsatz von Zugängen, Drainagen und Schienen für verletzte Gliedmaßen.
Nach Angaben des Krankenhauses geht es neben medizinischen Handgriffen auch um Kommunikation und Zusammenarbeit in belastenden Situationen. Die Szenarien werden anschließend gemeinsam ausgewertet.
Alarmkette bereits geprüft
Eine Woche vor dem Training hatte das Krankenhaus nach eigenen Angaben testweise seine telefonische Alarmierungskette ausgelöst. Dabei wurde überprüft, ob Mitarbeitende im Ernstfall zuverlässig erreichbar sind. Zudem seien Lagerbestände kontrolliert und ergänzt worden.
Der Termin liegt vor den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen. Eine besondere Gefahrenlage oder behördliche Vorgaben für zusätzliche Vorkehrungen gebe es laut Krankenhaus nicht. Das Training ist Teil einer regelmäßig stattfindenden Fortbildung und dauert sieben Stunden.
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