Großübung fordert 140 Einsatzkräfte rund um Neu St. Jürgen
Bahnunfall, Brände und eine Rettung aus der Hamme: Feuerwehren und Hilfsorganisationen haben im Landkreis Osterholz vier Notlagen geprobt.
Rund 140 Einsatzkräfte haben am Samstag, 17. Oktober, an vier Orten rund um Neu St. Jürgen den gemeinsamen Umgang mit größeren Schadenslagen trainiert. Beteiligt waren Feuerwehren aus dem Landkreis Osterholz sowie Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes, des Technischen Hilfswerks und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft.
Mit 25 Fahrzeugen fuhren die Einheiten zunächst als geschlossener Verband in das Übungsgebiet. Die umfangreichste Aufgabe wartete an einem Bahnübergang im Gewerbegebiet Neu St. Jürgen. Das Szenario stellte den Zusammenstoß einer Regionalbahn mit einem Auto dar.
Unfall am Bahnübergang
Im Wagen waren Menschen eingeschlossen, während im Zug zahlreiche Verletzte versorgt werden mussten. Hinzu kam der Verdacht, dass ein Gefahrstoff ausgetreten sein könnte. Geschminkte Darsteller sowie künstlich erzeugter Rauch und Flammen erschwerten die Bedingungen. Ein Schwerpunkt lag auf der Abstimmung zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst.
Weitere Einheiten übten bei Melchers Hütte die Rettung von vier Verletzten nach einem angenommenen Kanuunfall auf der Hamme. Feuerwehr und DLRG arbeiteten dabei vom Ufer und vom Wasser aus zusammen.
Brände in zwei Orten
In Hüttenbusch wurde der Brand einer Halle am Bahnhof angenommen. Zwei Menschen galten als vermisst. Zugleich sollten die Kräfte ein Übergreifen der Flammen auf ein Wohnhaus verhindern. In Worpswede suchten Atemschutztrupps in einem verrauchten Wohnhaus und einer benachbarten Lagerhalle nach vermissten Personen.
Die etwa vierstündige Übung diente zugleich als Praxistest für den Umbau der bisherigen Kreisfeuerwehrbereitschaft zu einer Feuerwehrbereitschaft Niedersachsen. Diese soll künftig mindestens 48 Stunden selbstständig arbeiten können, auch außerhalb des eigenen Landkreises.
Neue Strukturen erprobt
Geplant sind eine zusätzliche Fachgruppe für Versorgung und Eigenschutz sowie eine Führungsgruppe zur Unterstützung der Einsatzleitung. Nach Abschluss der Szenarien kamen die Beteiligten am Feuerwehrhaus Neu St. Jürgen zur Auswertung zusammen.
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