Großübung in Osterholz fordert 140 Einsatzkräfte

Zugunglück, Brände und eine Rettung aus der Hamme: Rund um Neu St. Jürgen haben Feuerwehr und Hilfsorganisationen vier Ernstfälle geprobt.

Panorama 20. Oktober 2026, 13:39 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Landkreis Osterholz (Logo)
Landkreis Osterholz (Logo) | Foto: Wikimedia Commons, gemeinfrei

Rund 140 Einsatzkräfte haben am Samstag, 17. Oktober, an vier Orten rund um Neu St. Jürgen den gemeinsamen Umgang mit größeren Schadenslagen trainiert. Beteiligt waren Feuerwehren aus dem Landkreis Osterholz sowie Kräfte von DRK, THW und DLRG. Insgesamt rückten 25 Fahrzeuge zunächst als geschlossener Verband in das Übungsgebiet aus.

Das aufwendigste Szenario spielte an einem Bahnübergang im Gewerbegebiet Neu St. Jürgen. Angenommen wurde der Zusammenstoß einer Regionalbahn mit einem Auto. Menschen waren im Wagen eingeklemmt, im Zug mussten zahlreiche Verletzte versorgt werden. Außerdem bestand der Verdacht, dass Gefahrstoffe ausgetreten sein könnten. Geschminkte Darsteller sowie künstlicher Rauch und Flammen erschwerten die Arbeit.

Rettung an vier Orten

Bei Melchers Hütte übten die Helfer die Rettung von vier Verletzten nach einem Kanuunfall auf der Hamme. Feuerwehr und DLRG arbeiteten dabei vom Ufer und vom Wasser aus zusammen.

In Hüttenbusch simulierte die Übungsleitung den Vollbrand einer Halle am Bahnhof. Zwei Menschen galten als vermisst. Zugleich sollte ein Übergreifen der Flammen auf ein Wohnhaus verhindert werden. In Worpswede suchten Atemschutztrupps in einem verrauchten Wohnhaus und einer benachbarten Lagerhalle nach vermissten Personen.

Neue Anforderungen erprobt

Mit der Übung bereitete sich die bisherige Kreisfeuerwehrbereitschaft zugleich auf ihre Weiterentwicklung zu einer Feuerwehrbereitschaft Niedersachsen vor. Diese soll künftig auch außerhalb des Landkreises mindestens 48 Stunden selbstständig arbeiten können.

Dafür ist eine zusätzliche Fachgruppe für Versorgung und Eigenschutz vorgesehen. Eine Führungsgruppe soll die Einsatzleitung bei umfangreichen Lagen unterstützen. Nach etwa vier Stunden endete das Training am Feuerwehrhaus Neu St. Jürgen. Die Beteiligten werteten dort die Abläufe und ihre Zusammenarbeit aus.

Schauplatz

Neu St. Jürgen Große Karte

Originalquelle

Landkreis Osterholz

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