Oldenburgs Rat wird zersplitterter: Kein Zweierbündnis hat Mehrheit
Grüne, SPD und CDU verlieren bei der Ratswahl in Oldenburg. Linke, AfD und Volt legen zu. Künftig verteilen sich die 52 Sitze auf elf Gruppierungen.
Die Grünen bleiben trotz deutlicher Verluste stärkste Kraft im Oldenburger Stadtrat. Sie kommen bei der Kommunalwahl auf 24,94 Prozent und 13 der künftig 52 Sitze. Gegenüber 2021 verlieren sie 6,25 Prozentpunkte und drei Mandate.
Auch SPD und CDU büßen deutlich ein. Die SPD erreicht 23,17 Prozent und zwölf Sitze. Das sind 5,83 Prozentpunkte und drei Mandate weniger als bei der vorigen Wahl. Die CDU landet bei 13,69 Prozent, verliert 4,1 Prozentpunkte und kommt nur noch auf sieben Sitze statt bislang neun.
Linke und AfD gewinnen
Die Linke zieht mit 13,02 Prozent und sieben Mandaten wieder in den Rat ein. Vor fünf Jahren hatte sie vier Sitze errungen; die damalige Fraktion war später zum BSW gewechselt. Das BSW erreicht diesmal 1,65 Prozent und erhält ein Mandat.
Die AfD steigert sich um 6,11 Prozentpunkte auf 8,83 Prozent. Sie stellt künftig fünf Ratsmitglieder, vier mehr als bislang. Volt gewinnt 1,46 Prozentpunkte hinzu und verdoppelt seine Vertretung auf zwei Sitze. Die FDP verliert ein Mandat und kommt mit 3,83 Prozent auf zwei Sitze.
Elf Gruppen im Rat
Die Piraten behalten mit einem Prozent einen Sitz. Erstmals ziehen zudem Bürger Bündnis Oldenburg mit 2,23 Prozent sowie Echt Oldenburg mit 1,37 Prozent jeweils mit einem Mandat ein. Damit gehören dem neuen Rat elf Parteien und Wählergruppen an, bislang waren es acht.
Eine Mehrheit aus zwei Fraktionen ist damit rechnerisch nicht möglich. Grüne und SPD verfügen zusammen über 25 Sitze und verfehlen die absolute Mehrheit von 27 Mandaten. Die Suche nach stabilen Mehrheiten im Rat dürfte dadurch schwieriger werden.
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