Politik

Neue Bauordnung soll Bremens Wohnungsbau ab 2027 beschleunigen

Der Senat hat die Reform der Landesbauordnung beschlossen. Sie soll Umbauten erleichtern, Verfahren verkürzen und zum 1. Januar 2027 in Kraft treten.

02. September 2026, 02:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Bremen will Bauvorhaben schneller genehmigen und den Umbau bestehender Gebäude für neue Wohnungen erleichtern. Die Senatskommission Wohnungsbau hat eine Zwischenbilanz des sogenannten Bremer Wegs beraten. Kern des Vorhabens ist die neue Landesbauordnung, die der Senat am 18. August beschlossen hat. Nun befasst sich die Bürgerschaft mit dem Gesetzentwurf. Die Regelungen sollen am 1. Januar 2027 gelten.

Vorgesehen ist, dass bei Umnutzungen und Sanierungen nicht in jedem Fall sämtliche Standards eines Neubaus erfüllt werden müssen. Damit sollen etwa leerstehende oder bislang anders genutzte Gebäude einfacher zu Wohnraum umgebaut werden können. Zugleich sollen bremische Sonderregelungen entfallen und die Landesbauordnung stärker an die Musterbauordnung angelehnt werden, die als Vorlage für die Länder dient.

Umbauten im Mittelpunkt

Nach Darstellung des Senats soll die Reform insbesondere Kosten und Zeit bei Bauprojekten senken. Sicherheit und Qualität dürften dabei nicht beeinträchtigt werden. Die Architektenkammer Bremen begrüßt die neuen Möglichkeiten beim Bauen im Bestand, mahnt aber an, Baukultur, Klimaschutz, langlebige Gebäude und gute Nachbarschaften weiter zu berücksichtigen.

Auch die Ingenieurkammer unterstützt die geplante Umbauordnung. Sie erwartet von einer neuen projektbezogenen Bauvorhabenkonferenz verbindliche Vorgaben für Bauherren und Planende. Komplexe Fragen sollen dort künftig vor der Einreichung eines Bauantrags geklärt werden.

Digitale Verfahren laufen

Seit Juli können Bauanträge in Bremen vollständig digital eingereicht werden. Eine Wohnungsbaukoordination soll zudem seit Mai festgefahrene Projekte voranbringen. Für Januar ist der Start der Bauvorhabenkonferenz vorgesehen. Parallel will der Senat auch das Mobilitäts-Bau-Ortsgesetz zum Jahreswechsel überarbeiten.

Nach Angaben der Senatspressestelle sollen außerdem Grundbuchumschreibungen schneller werden: Die Bearbeitungszeit nach einem Grundstückskauf soll Anfang 2027 bei sechs bis acht Wochen liegen. Architektenkammer und Bauressort planen Fortbildungen zu den neuen Vorschriften.

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