Panorama

Bremen plant leichtere Umbauten und fünf Millionen Euro gegen Hitze

Die geplante Reform der Landesbauordnung soll Bauverfahren vereinfachen. Für Hitzeschutz an sozialen Einrichtungen sind fünf Millionen Euro vorgesehen.

18. August 2026, 14:38 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Der Bremer Senat hat eine Reform der Landesbauordnung auf den Weg gebracht. Sie soll Umbauten und neue Nutzungen bestehender Gebäude erleichtern sowie Genehmigungsverfahren beschleunigen. Die Bremische Bürgerschaft soll die Novelle beraten und beschließen.

Zusätzlich sind fünf Millionen Euro für ein Sofortprogramm zum baulichen Hitzeschutz vorgesehen. Davon sollen besonders Einrichtungen profitieren, in denen sich Kinder, ältere oder kranke Menschen aufhalten.

Umbauten im Bestand

Die Reform zielt darauf, Gebäude leichter umzunutzen, aufzustocken oder innerhalb bestehender Quartiere nachzuverdichten. Damit sollen vorhandene Flächen und Gebäude stärker genutzt werden können. Umfangreiche Baugenehmigungsverfahren sollen künftig vor allem bei Sonderbauten wie Schulen, Krankenhäusern und Versammlungsstätten erforderlich sein. Für andere Vorhaben könnten vereinfachte Verfahren oder Genehmigungsfreistellungen häufiger greifen.

Schutz vor Hitze

Das Hitzeschutzprogramm soll unter anderem Klimaanlagen sowie Dach- und Fassadenbegrünungen an Kitas, Schulen, Seniorenheimen und Krankenhäusern finanzieren. Auch Begrünungen an weiteren öffentlichen Gebäuden, etwa Parkhäusern und Sporthallen, sind vorgesehen. Begrünte Dächer und Fassaden können Gebäude verschatten und zur Anpassung an Hitze und Starkregen beitragen.

Die Grünen in der Bürgerschaft begrüßten die Senatsvorlage. Sie sehen vor allem bei der Nutzung bestehender Gebäude und bei Begrünungen weiteren Handlungsbedarf. Außerdem verweist die Partei auf das novellierte Mobilitätsbauortsgesetz, das bei Bauvorhaben stärker Fahrräder, Fußverkehr und andere umweltfreundliche Mobilitätsformen berücksichtigen soll.

Originalquelle

Grüne Bremen

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