Linke warnt vor Wohngeldverlust für 3800 Haushalte
Nach Angaben der Bremer Linksfraktion könnten geplante Änderungen beim Wohngeld ab 2027 viele Haushalte in Bremen und Bremerhaven treffen.
Nach Einschätzung der Bremer Linksfraktion könnten ab Januar 2027 rund 3800 Haushalte in Bremen und Bremerhaven ihren Wohngeldanspruch ganz oder teilweise verlieren. Die Partei beruft sich dabei auf Berechnungen zu geplanten Kürzungen der Bundesregierung. Etwa 1400 betroffene Haushalte müssten demnach anschließend Grundsicherung beantragen.
Bundesweit könnten nach diesen Angaben rund 163.000 Haushalte ihren Anspruch auf Wohngeld verlieren. Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss zu den Wohnkosten für Haushalte mit geringem Einkommen, die keine anderen Sozialleistungen für ihre Unterkunft erhalten.
Kritik an Kürzungsplänen
Sofia Leonidakis, Fraktionsvorsitzende und wohnungspolitische Sprecherin der Linken in der Bremischen Bürgerschaft, kritisiert die geplanten Änderungen scharf. Besonders betroffen seien nach ihrer Darstellung Menschen mit niedrigen Einkommen, Rentnerinnen und Rentner sowie Familien und Alleinerziehende. Steigende Wohnkosten seien für diese Gruppen bereits ein Armutsrisiko.
Der Verlust oder eine Verringerung des Wohngeldes bedeute für die betroffenen Haushalte weniger verfügbares Geld und könne sie auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen machen, erklärte Leonidakis. Die Linksfraktion fordert deshalb, die von ihr kritisierten Kürzungspläne nicht umzusetzen.
Thema im Landtag
Die Fraktion hat für die Sitzung der Bremischen Bürgerschaft in der kommenden Woche eine Aktuelle Stunde zu dem Thema beantragt. Dort soll über die möglichen Folgen der geplanten Wohngeldänderungen für Bremen und Bremerhaven beraten werden.
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