FDP will mehr Mediziner über Hochschulkooperationen gewinnen

Die Bremer FDP fordert zusätzliche Ausbildungsplätze für angehende Ärzte. Dafür sollen Kliniken in Bremen und Bremerhaven enger mit Hochschulen zusammenarbeiten.

Panorama 23. September 2026, 10:21 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
FDP Bremen (Logo)
FDP Bremen (Logo) | Foto: Freie Demokratische Partei (FDP) Landesverband Bremen / Wikimedia Commons, gemeinfrei

Die Bremer FDP-Fraktion will die ärztliche Versorgung in Bremen und Bremerhaven durch zusätzliche Kooperationen in der medizinischen Ausbildung sichern. In einem Antrag fordert sie den Senat auf, bestehende Partnerschaften mit Hochschulen auszubauen und weitere Modelle zu prüfen.

Nach Einschätzung der Fraktion drohen in den kommenden Jahren Engpässe, weil die Ärzteschaft im Land Bremen vergleichsweise alt sei und zahlreiche Mediziner aus dem Berufsleben ausscheiden dürften. Junge Ärzte sollen deshalb bereits während des Studiums stärker an Krankenhäuser und Praxen im Land gebunden werden.

Eigene Fakultät zu teuer

Den Aufbau eines eigenen Medizinstudiengangs mit medizinischer Fakultät hält die FDP angesichts der Haushaltslage derzeit nicht für realistisch. Ein solches Vorhaben würde nach ihrer Darstellung hohe Investitionen, dauerhafte Folgekosten und einen mehrjährigen Aufbau erfordern.

Stattdessen soll der Senat auf vorhandene Strukturen zurückgreifen. Das Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide und das Klinikum Bremen-Mitte arbeiten als akademische Lehrkrankenhäuser mit der Universitätsmedizin Göttingen zusammen. Die Klinika Bremen-Nord, Bremen-Ost und Links der Weser sind in die Ausbildung der Universitätsmedizin Hamburg eingebunden. Das Rotes Kreuz Krankenhaus kooperiert mit der Medizinischen Hochschule Hannover. Auch Arztpraxen beteiligen sich an der praktischen Ausbildung.

Oldenburg als möglicher Partner

Als weiteren Anknüpfungspunkt nennt die FDP die Universitätsmedizin Oldenburg mit ihrem Modellstudiengang Humanmedizin. Daneben sollen weitere medizinische Fakultäten und Hochschulen in Norddeutschland in die Prüfung einbezogen werden.

Das Ziel seien zusätzliche Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten, bei denen ein möglichst großer Teil der praktischen und klinischen Ausbildung in Bremen und Bremerhaven stattfindet. Zudem verlangt die Fraktion klare Zuständigkeiten innerhalb des Senats und eine verbindliche Beteiligung Bremerhavens an den weiteren Planungen.

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Bremerhaven

Originalquelle

FDP-Fraktion Bremen

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