FDP fordert Schulcoaching gegen Abbrüche in Bremen
729 Jugendliche verließen 2024 Schulen im Land Bremen ohne Abschluss. Die FDP will mit einem Coaching-Pilotprojekt gegensteuern.
Die FDP-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft fordert ein Schulabschluss-Coaching für Jugendliche, deren Abschluss gefährdet ist. Anlass sind 729 Schülerinnen und Schüler, die 2024 im Land Bremen die Schule ohne Abschluss verließen. Nach Angaben der Fraktion lag die Quote bei 10,6 Prozent.
Das geplante Programm soll zunächst als Pilotprojekt an zehn Oberschulen in Bremen und zwei Schulen in Bremerhaven starten. Die Jugendlichen sollen frühzeitig erkannt und über einen längeren Zeitraum individuell begleitet werden.
Vorbild aus Hamburg
Die FDP verweist auf das Hamburger Projekt „JEA! – Jedem einen Abschluss“. Dort hätten rund 91 Prozent der begleiteten Jugendlichen einen Schulabschluss erreicht, heißt es in der Mitteilung. Dieses Modell soll nach dem Willen der Fraktion als Orientierung für das Bremer Angebot dienen.
Fynn Voigt, Sprecher der FDP-Fraktion für Kinder und Bildung, sieht Schulabgänge ohne Abschluss als erhebliche Belastung für die betroffenen jungen Menschen beim Einstieg ins Berufsleben. Zudem verweist er auf den Fachkräftemangel.
Ziel bis 2030
Mit dem Antrag will die FDP die Quote der Schulabgänge ohne Abschluss im Land Bremen bis 2030 mindestens auf den Bundesdurchschnitt senken. Der Vorschlag ist eine Forderung der Oppositionsfraktion; eine Entscheidung über die Umsetzung steht noch aus.
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