FDP-Fraktion fordert klare Zukunftsperspektive für das Diako
Die Bremer FDP warnt vor Einschnitten am Diako in Gröpelingen. Sie verlangt Klarheit zur Krankenhausplanung und zur Verteilung von Fachbereichen.
Die FDP-Fraktion Bremen fordert vom Senat eine klare Zukunftsperspektive für das Diako in Gröpelingen. Nach Darstellung der Fraktion fürchtet das Krankenhaus, durch die Bremer Krankenhausreform wichtige medizinische Leistungsbereiche zu verlieren. Davon könnten rund 1000 Beschäftigte und die Versorgung im Bremer Westen betroffen sein.
Die Fraktion beruft sich zudem auf Angaben der Diako-Geschäftsführung, wonach das Krankenhaus um seine wirtschaftliche Existenz kämpfe. Ein geplanter Neubau im Umfang von rund 60 Millionen Euro liege derzeit auf Eis.
Forderung an den Senat
Der gesundheitspolitische Sprecher und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ole Humpich verlangt eine Krankenhausplanung, die kommunale und freie gemeinnützige Träger nach einheitlichen Maßstäben behandle. Er warnt davor, Fachbereiche vom Diako abzuziehen, um die Kliniken der kommunalen Gesundheit Nord, kurz GeNo, zu stärken.
Aus Sicht der FDP sollte die GeNo stattdessen wirtschaftlich neu aufgestellt werden. Die Fraktion kritisiert, dass der kommunale Klinikverbund seit Jahren öffentliche Unterstützung erhalte, während andere Krankenhäuser unter finanziellem Druck stünden.
Offene Fragen in Gröpelingen
Die Gesundheitsbehörde habe dem Beirat Gröpelingen nach Angaben der FDP bislang keine eindeutige Perspektive für das Diako aufgezeigt. Die Fraktion fordert deshalb Auskunft darüber, welche Rolle das Krankenhaus künftig in der Bremer Versorgungsstruktur übernehmen soll und wie sich mögliche Veränderungen auf Fachabteilungen und Arbeitsplätze auswirken würden.
Eine konkrete Entscheidung über die künftige Verteilung der genannten Leistungsbereiche geht aus der Mitteilung nicht hervor.
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