Bremen führt Küstenländer bei gemeinsamer Hightech-Offensive

Die norddeutschen Küstenländer bündeln ihre Interessen bei Zukunftstechnologien. Bremen übernimmt die Leitung einer neuen Arbeitsgruppe.

Panorama 05. November 2026, 12:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Die norddeutschen Küstenländer wollen bei der Hightech-Agenda des Bundes enger zusammenarbeiten. Im Mittelpunkt stehen Luft- und Raumfahrt, maritime Wirtschaft sowie Windenergie. Für den High-Tech-Gipfel 2027 ist ein gemeinsamer Auftritt geplant. Bremen übernimmt die Federführung einer länderübergreifenden Arbeitsgruppe.

Das Gremium soll sich eng mit den Wissenschaftsressorts der beteiligten Länder abstimmen. Die Küstenländer fordern zudem, gemeinsame Anträge bei Ausschreibungen der Hightech-Agenda zu berücksichtigen. Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt warnte davor, Förderchancen zu stark von finanziellen Eigenanteilen abhängig zu machen. Das könne kleinere und finanzschwächere Standorte benachteiligen.

Engpässe im Stromnetz

Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz waren fehlende Netzanschlüsse für Industrieprojekte und klimafreundliche Produktionsverfahren. Engpässe bestehen den Angaben zufolge besonders in Verteilnetzen und an den Übergängen zu den Übertragungsnetzen. Die Länder sehen dadurch Investitionen und Unternehmensansiedlungen gefährdet.

Sie verlangen einen schnelleren Netzausbau, verbindliche Zeitpläne und umfassendere Berichtspflichten für Betreiber. Bei begrenzten Kapazitäten sollen transparente und rechtssichere Regeln eine Priorisierung wichtiger und umsetzbarer Projekte ermöglichen. Die Bundesregierung soll außerdem noch 2026 Vorschläge für das angekündigte Verteilnetzpaket und eine Anschlussgarantie für Industriebetriebe vorlegen.

Offshore-Industrie stärken

Die Küstenländer sprachen sich außerdem dafür aus, den Bau von Offshore-Konverterplattformen als Schlüsselindustrie anzuerkennen. Solche Plattformen wandeln den auf See erzeugten Strom für den Transport an Land um. Zugleich forderten sie auf europäischer Ebene Schutzmaßnahmen gegen staatlich gestützte Konkurrenz aus China. Als betroffen wurde unter anderem die Produktion von Fundamenten für Windkraftanlagen in Nordenham genannt.

Auch die Zusammenarbeit im Maritimen Cluster Norddeutschland soll fortgesetzt werden. Die Konferenz begann mit einem Gedenken an den am Vortag gestorbenen bayerischen Wirtschaftsminister und stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger.

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