Bremens Wirtschaft stabilisiert sich – Zuversicht bleibt aus

Export und öffentliche Investitionen stützen die bremische Wirtschaft. Viele Betriebe erwarten jedoch weiterhin schwierige zwölf Monate.

Wirtschaft 03. November 2026, 15:32 Uhr 1 Min. Lesezeit 3 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Handelskammer Bremen (Archivfoto)
Handelskammer Bremen (Archivfoto) | Foto: Jürgen Howaldt / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de

Die Stimmung in der bremischen Wirtschaft hat sich im Herbst 2026 zum zweiten Mal in Folge leicht verbessert. Vor allem Ausfuhren sowie öffentliche Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung stützen die Geschäfte. Für die kommenden zwölf Monate bleiben viele Unternehmen jedoch skeptisch.

Das geht aus einer Umfrage der Handelskammer Bremen unter 382 Betrieben aus Industrie, Bau, Handel und Dienstleistungen hervor. Als Belastungen nennen die Unternehmen insbesondere hohe Energie- und Rohstoffpreise, unsichere weltwirtschaftliche Bedingungen, Bürokratie, steigende Arbeitskosten und die schwache Nachfrage im Inland.

Bremen legt leicht zu

In der Stadt Bremen stieg der Konjunkturindikator gegenüber dem Vorquartal um fünf Punkte auf 90. Damit bleibt er unter dem Zehn-Jahres-Mittel von 93 Punkten. Die aktuelle Lage bewerten die Betriebe insgesamt als stabil. Positive Einschätzungen kommen aus Industrie, Bau, Logistik sowie Hotellerie und Gastronomie. Handel und andere Dienstleister beurteilen ihre Situation dagegen negativ.

Bis auf die Industrie rechnen die Branchen überwiegend mit einer ungünstigen Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten. Die größten Risiken sehen die befragten Bremer Unternehmen bei Energie- und Rohstoffkosten sowie den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Bremerhaven fällt zurück

In Bremerhaven sank der Indikator um neun Punkte auf 79. Der langjährige Mittelwert liegt bei 91 Punkten. Die aktuelle Geschäftslage wird weiterhin leicht negativ bewertet. Zugleich haben sich die Erwartungen nach einer zwischenzeitlichen Erholung wieder verschlechtert. Das Produzierende Gewerbe meldet eine leicht positive Lage, der Handel zeigt sich deutlich unzufrieden.

Industrie mit mehr Exportaufträgen

Die Industrie profitiert von mehr Bestellungen aus dem Ausland und besseren Exportaussichten. Ihr Indikator ging dennoch um zehn Punkte auf 111 zurück, liegt aber weiterhin deutlich über dem Zehn-Jahres-Mittel von 96 Punkten.

Schwieriger bleibt die Situation im Handel. Der Einzelhandel erreicht trotz eines Anstiegs nur 68 Punkte. Der Groß- und Außenhandel kommt auf 72 Punkte. Die Logistik verbessert sich auf 83 Punkte, erwartet nach einem höheren Beförderungsvolumen im dritten Quartal aber wieder rückläufige Zahlen.

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