16 neue A400M sollen Airbus-Werk in Bremen langfristig auslasten

Der Bund plant den Kauf weiterer Militärtransporter. Das Bremer Airbus-Werk könnte dadurch bis Anfang der 2030er Jahre ausgelastet sein.

Wirtschaft 29. September 2026, 02:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 3 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Airbus Bremen (Archivfoto)
Airbus Bremen (Archivfoto) | Foto: Outanxio / Wikimedia Commons, gemeinfrei

Das Bundesverteidigungsministerium will 16 weitere Transportflugzeuge des Typs A400M bestellen. Von dem milliardenschweren Auftrag würde insbesondere das Airbus-Werk in Bremen profitieren. Dort entstehen der Rumpf, das Frachtladesystem und die Hochauftriebssysteme des Militärtransporters.

Nach Angaben der CDU-Bürgerschaftsfraktion würde die Bestellung den Standort bis Anfang der 2030er Jahre auslasten. Bevor der Auftrag umgesetzt werden kann, muss der Bundestag jedoch noch zustimmen. Der A400M dient der Bundeswehr für den Transport von schwerem Material und Personal.

Milliarden für Bremerhaven

Parallel werden die Pläne für ein militärisches Logistikzentrum in Bremerhaven konkreter. Der Bund will von 2026 bis 2031 insgesamt 1,35 Milliarden Euro in Hafen-, Verkehrs- und Flughafeninfrastruktur investieren. Das Land Bremen soll mehr als 200 Millionen Euro beisteuern.

Rund 1,2 Milliarden Euro der Bundesmittel sind für den Ausbau des Überseehafens vorgesehen. Das geplante Einsatzdrehkreuz soll die Verlegung von Personal und Material der Bundeswehr und verbündeter Streitkräfte unterstützen. Zugleich soll die modernisierte Infrastruktur auch zivil genutzt werden. Die zuständigen parlamentarischen Gremien sollen am 30. September über die Planungen entscheiden.

CDU erwartet Standortvorteile

Die wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Theresa Gröninger, sieht in der Flugzeugbestellung eine Absicherung industrieller Wertschöpfung, qualifizierter Arbeitsplätze und technischen Wissens in Bremen. Der hafenpolitische Sprecher Thorsten Raschen erwartet vom Ausbau in Bremerhaven auch Vorteile für die zivile Wettbewerbsfähigkeit des Hafens.

Beide Vorhaben sind Teil umfangreicher Investitionen des Bundes in militärische Transport- und Logistikkapazitäten im Land Bremen. Während die A400M-Bestellung noch der Zustimmung des Bundestags bedarf, basiert das Bremerhavener Projekt bislang auf einer Absichtserklärung.

Originalquelle

CDU-Fraktion Bremen

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