Bremerhaven und Bremen werden für NATO-Transporte ausgebaut
Der Hafen in Bremerhaven und der Bremer Flughafen sollen für militärische Transporte ertüchtigt werden. Ziel ist eine schnellere Reaktion im Bündnisfall.
Der Hafen in Bremerhaven und der Flughafen Bremen sollen für militärische Anforderungen Deutschlands und der NATO ausgebaut werden. Die Infrastruktur soll im Fall eines Angriffs auf das Bündnis die Verlegung von Personal und Material unterstützen.
Die Planungen stehen im Zusammenhang mit den militärischen Investitionen europäischer Staaten seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Welche konkreten Arbeiten am Bremer Flughafen vorgesehen sind, geht aus der aktuellen Meldung nicht hervor.
Drehscheibe bis 2031
Für Bremerhaven bestehen bereits weitergehende Pläne. Der Bund will die Seestadt bis 2031 zu einem zentralen Umschlagplatz für deutsche und verbündete Streitkräfte entwickeln. Dafür sollen der Hafen sowie Straßen, Brücken und weitere Verkehrswege ertüchtigt werden.
Das Verteidigungsministerium, das Land Bremen und der Logistikkonzern BLG hatten hierzu eine Absichtserklärung unterzeichnet. Im Verteidigungshaushalt sind für das als „Deployment Hub“ bezeichnete Vorhaben rund 1,35 Milliarden Euro eingeplant. Der englische Begriff bezeichnet eine Drehscheibe, über die Truppen und militärische Güter verlegt werden.
Logistik für den Bündnisfall
Bremerhaven soll damit eine wichtige Rolle bei der Versorgung und Bewegung von Bundeswehr- und NATO-Einheiten übernehmen. Im Ernstfall könnten Zehntausende Soldaten über den Standort weitertransportiert werden. Der Ausbau des Flughafens ergänzt diese Planungen um eine Luftverkehrsanbindung.
Die Vorhaben sind Teil einer umfassenderen Stärkung militärischer Kapazitäten. Dazu gehört auch die geplante Beschaffung von 16 weiteren Transportflugzeugen des Typs A400M. An deren Produktion ist das Airbus-Werk in Bremen beteiligt. Der Bundestag muss dem Auftrag noch zustimmen.
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