Pistorius stellt Airbus in Bremen Milliardenauftrag in Aussicht

Der Bund erwägt den Kauf von 16 weiteren A400M-Transportflugzeugen. Das Airbus-Werk in Bremen könnte erheblich profitieren, doch der Bundestag muss noch zustimmen.

Wirtschaft 29. September 2026, 22:30 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Boris Pistorius (Archivfoto)
Boris Pistorius (Archivfoto) | Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, CC BY-SA 4.0

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat bei einem Besuch des Airbus-Werks in Bremen die mögliche Bestellung von 16 weiteren Transportflugzeugen in Aussicht gestellt. Der Auftrag hätte ein Volumen in Milliardenhöhe. Eine endgültige Entscheidung ist jedoch noch nicht gefallen: Zunächst muss der Deutsche Bundestag dem Vorhaben zustimmen.

Die neuen Flugzeuge sollen ältere Maschinen ersetzen. Vorgesehen ist erneut der Militärtransporter A400M, den die Bundeswehr für die Beförderung von Personal und schwerem Material nutzt.

Bremen baut zentrale Komponenten

Von einer Bestellung würde der Airbus-Standort Bremen direkt profitieren. In dem Werk werden wichtige Bauteile und Systeme für den A400M gefertigt. Dazu gehören Teile des Rumpfs, das Frachtladesystem und die Hochauftriebssysteme, die vor allem bei Start und Landung benötigt werden.

Nach früheren Angaben aus der Bremer Politik könnte der zusätzliche Auftrag das Werk bis in die ersten Jahre des kommenden Jahrzehnts auslasten. Voraussetzung bleibt, dass das parlamentarische Verfahren abgeschlossen und die Beschaffung tatsächlich beschlossen wird.

Teil größerer Verteidigungspläne

Die mögliche Bestellung steht im Zusammenhang mit höheren Investitionen in die militärische Ausstattung und Logistik. Neben der Flugzeugproduktion spielt Bremen dabei auch als Standort für Transporte eine Rolle. Der Bund plant, den Flughafen Bremen für militärische Anforderungen zu ertüchtigen. In Bremerhaven soll zudem bis 2031 ein Umschlagplatz für Personal und Material von Bundeswehr und NATO entstehen.

Konkrete Angaben zum Zeitplan einer möglichen A400M-Bestellung wurden bei dem Besuch nicht bekannt.

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