Bremerhaven wird NATO-Drehkreuz: Bund investiert 1,35 Milliarden
Hafen, Verkehrswege und der Bremer Flughafen sollen für Militärtransporte ausgebaut werden. Die Arbeiten am NATO-Drehkreuz sollen noch 2026 beginnen.
Der Bund will 1,35 Milliarden Euro in den Ausbau Bremerhavens zu einer zentralen Logistikdrehscheibe für Bundeswehr und NATO investieren. Neben dem Hafen sollen auch Verkehrswege und der Flughafen Bremen für militärische Transporte ertüchtigt werden. Die ersten Arbeiten sind noch für 2026 vorgesehen.
Über Bremerhaven sollen künftig Personal und Material deutscher sowie verbündeter Streitkräfte verlegt werden können. Das Vorhaben trägt die Bezeichnung „Deployment Hub Bremerhaven 2031“ und soll bis 2031 umgesetzt werden.
Mehr als 40 Projekte
Die Planungen umfassen mehr als 40 einzelne Bauvorhaben. Sie betreffen Hafenanlagen, Straßen, Brücken und weitere Verkehrsverbindungen. Damit sollen auch umfangreiche Transporte über den Seeweg und die anschließende Weiterleitung von Material ermöglicht werden.
Bund, Bundeswehr und das Land Bremen hatten sich nach mehrmonatigen Verhandlungen auf das Projekt verständigt. Das Land Bremen beteiligt sich mit 200 Millionen Euro. Zusätzlich sind Investitionen privater Unternehmen vorgesehen.
Flughafen wird einbezogen
Auch der Flughafen Bremen soll für militärische Zwecke nutzbar gemacht werden. Welche konkreten Baumaßnahmen dort geplant sind und wie sich diese auf den Betrieb auswirken, geht aus den bislang vorliegenden Angaben nicht hervor.
Parallel plant der Bund in Emden einen Marinehafen. Dieser ist ein eigenständiges Vorhaben und ergänzt den Ausbau militärischer Infrastruktur an der Nordseeküste. Bremerhaven soll vor allem als Umschlagplatz für größere Truppen- und Materialbewegungen dienen.
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