SPD verlangt 500 Millionen Euro jährlich für deutsche Seehäfen
In der Bremischen Bürgerschaft hat die SPD eine deutlich stärkere Finanzierung der Seehäfen durch den Bund gefordert.
Die SPD-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft fordert vom Bund jährlich 500 Millionen Euro für die Infrastruktur deutscher Seehäfen. Derzeit stellt der Bund nach Angaben des SPD-Abgeordneten Nils Bothen 38 Millionen Euro pro Jahr bereit. Die Forderung wurde in einer Aktuellen Stunde der Bürgerschaft erhoben.
Bothen verwies auf ein Rechtsgutachten der IHK Nord. Dieses stelle die bisher verbreitete Auffassung infrage, dass eine wesentlich höhere Bundesbeteiligung an der Hafenfinanzierung verfassungsrechtlich kaum möglich sei.
Hoher Investitionsbedarf
Den Investitionsstau in den deutschen Seehäfen bezifferte Bothen auf rund 15 Milliarden Euro. Für Bremen und Bremerhaven blieben trotz der vom Bund zugesagten 1,35 Milliarden Euro für den Ausbau der Infrastruktur in Bremerhaven jährliche Hafenlasten von etwa 100 Millionen Euro. Diese Kosten könnten die beiden Städte nach Auffassung des Abgeordneten nicht dauerhaft allein tragen.
Wachstum im Hafen
Bothen verwies zudem auf die Entwicklung der bremischen Häfen. Im Jahr 2025 seien dort mehr als 65 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen worden. Der Containerumschlag sei um zehn Prozent auf knapp fünf Millionen Standardcontainer gestiegen. Auch im ersten Halbjahr 2026 setzte sich das Wachstum fort: Insgesamt wurden in Bremen und Bremerhaven 34,5 Millionen Tonnen Seegüter umgeschlagen, 5,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Die Häfen seien wichtig für Versorgung, Energiewende und militärische Logistik, erklärte Bothen. Eine Entscheidung über höhere Bundesmittel ist mit der Forderung der SPD jedoch nicht verbunden.
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SPD-Fraktion BremenKommentare
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