Ryanair-Aus: FDP verlangt klare Strategie für Bremer Flughafen
Nach dem angekündigten Ryanair-Rückzug fordert die Bremer FDP Auskunft zu wegfallenden Kapazitäten, Kosten und Zukunftsplänen für den Flughafen.
Die Bremer FDP-Fraktion verlangt vom Senat einen konkreten Plan für die Zeit nach dem angekündigten Rückzug von Ryanair. In einer Kleinen Anfrage fordert sie Angaben zu den betroffenen Strecken, Flugfrequenzen und Sitzplatzkapazitäten. Zudem soll der Senat erklären, welche Folgen für Passagierzahlen, Einnahmen und Liquidität des Flughafens zu erwarten sind.
Ryanair hatte der Bremer Wirtschaftsbehörde schriftlich mitgeteilt, ab April 2027 sämtliche Flüge von und nach Bremen einzustellen. Damit fallen nach bisherigem Stand mehrere europäische Direktverbindungen weg. Eine öffentliche Begründung der Fluggesellschaft liegt bislang nicht vor.
Kosten und Verbindungen
Die FDP will wissen, welche Faktoren zu der Entscheidung beigetragen haben. Dabei sollen staatliche Steuern und Gebühren, Entgelte des Flughafens sowie betriebliche Kosten getrennt betrachtet werden. Auch mögliche Vereinbarungen zur Sicherung bestehender oder zur Gewinnung neuer Verbindungen sollen auf ihre wirtschaftlichen Auswirkungen und mögliche Belastungen für den öffentlichen Haushalt geprüft werden.
Von besonderem Interesse ist außerdem die Anbindung an die Drehkreuze Frankfurt und München. Der Senat hatte am 25. September 2026 angekündigt, dass Lufthansa zum Sommerflugplan 2027 wieder einmal täglich zwischen Bremen und Frankfurt fliegen werde. Nach Ansicht der FDP reicht diese Verbindung allein nicht aus. Entscheidend seien auch verfügbare Sitzplätze, Abflugzeiten und die Anschlussmöglichkeiten an internationale Flüge.
Senat soll Ziele nennen
Die Fraktion fordert kurzfristige Maßnahmen zur Stabilisierung des Flugangebots und der finanziellen Lage. Mittelfristig soll der Senat darlegen, wie Kosten gesenkt und weitere Fluggesellschaften gewonnen werden können. Für die langfristige Entwicklung verlangt die FDP eine Flughafenstrategie mit Zuständigkeiten, Finanzierung, Zeitplan und messbaren Zielen.
Außerdem soll die Landesregierung erläutern, welche weiteren Entlastungen sie auf Bundesebene anstrebt. Bereits erfolgte Änderungen bei Luftverkehrsteuer und Flugsicherungsgebühren hält die Fraktion nicht für ausreichend, um eine wirtschaftlich tragfähige Perspektive des Flughafens zu sichern.
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FDP-Fraktion BremenKommentare
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