CDU fordert Zukunftsplan für den Bremer Flughafen
Nach dem angekündigten Ryanair-Rückzug verlangt die Bremer CDU eine Strategie für neue Airlines, zusätzliche Verbindungen und stabile Finanzen.
Die Bremer CDU-Bürgerschaftsfraktion fordert vom Senat einen Zukunftsplan für den Flughafen. Anlass ist der vollständige Rückzug von Ryanair zum Sommerflugplan 2027. Die Airline hat angekündigt, ab April 2027 keine Flüge mehr von und nach Bremen anzubieten.
Damit entfallen nach Angaben der CDU unter anderem Verbindungen nach London, Mallorca, Alicante, Málaga und Zadar. Die Fraktion sieht dadurch sowohl Geschäftsreisende als auch den Tourismus betroffen.
Neue Airlines gesucht
Die hafenpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Susanne Grobien, verlangt konkrete Schritte, um weitere Fluggesellschaften für Bremen zu gewinnen und das Streckennetz langfristig zu sichern. Insbesondere die Verbindung nach London sei für international tätige Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen von Bedeutung.
Die CDU verweist zudem auf die finanzielle Lage des Flughafens. Der Senat müsse darlegen, wie der Airport wirtschaftlich stabilisiert und für Fluggesellschaften attraktiver gemacht werden könne. Nach Ansicht der Fraktion gehören dazu auch eine Überprüfung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und eine aktivere Entwicklung des Standorts.
Rückzug ab April 2027
Ryanair hatte der Bremer Wirtschaftsbehörde schriftlich bestätigt, den Flugbetrieb mit Beginn des Sommerflugplans 2027 vollständig einzustellen. Gespräche über neue wirtschaftliche Konditionen waren zuvor ohne Ergebnis geblieben. Eine öffentliche Begründung der Fluggesellschaft liegt bislang nicht vor.
Zuletzt nutzten rund 400.000 Passagiere pro Jahr die Ryanair-Verbindungen in Bremen. Welche Fluggesellschaften entfallende Strecken übernehmen könnten, ist bisher nicht bekannt. Auch konkrete Vorschläge des Senats zur künftigen Entwicklung des Flugangebots liegen nach den vorliegenden Angaben noch nicht vor.
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CDU-Fraktion BremenKommentare
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