FDP fordert Rettungsplan für Bremer Flughafen
Die FDP-Fraktion verlangt angesichts der angespannten Finanzlage eine langfristige Strategie für den Bremer Flughafen.
Die FDP-Fraktion Bremen fordert einen langfristigen Plan zur wirtschaftlichen Stabilisierung des Bremer Flughafens. Fraktionschef Thore Schäck reagiert damit auf Berichte über ein Wirtschaftsgutachten, das eine Insolvenz des Airports bereits im kommenden Jahr für möglich halte.
Bundesmittel für die Infrastruktur seien zwar notwendig, könnten die finanziellen Grundprobleme des Flughafens aber nicht allein lösen, erklärte Schäck. Es gehe unter anderem um ein dauerhaftes Defizit, hohe Standortkosten und ein begrenztes Angebot an Flugverbindungen.
Forderung nach Kostensenkung
Nach Ansicht der FDP muss der Bremer Senat die Kostenstruktur des Flughafens überprüfen und wettbewerbsfähige Gebühren für Fluggesellschaften ermöglichen. Zugleich solle das Land gezielt neue Airlines und zusätzliche Verbindungen gewinnen. Der Bund müsse aus Sicht der Fraktion die staatlichen Belastungen für den Luftverkehr senken.
Besonders wichtig sei eine verlässliche Anbindung an internationale Drehkreuze, betonte Schäck. Die Verbindung nach Frankfurt sei weggefallen. Der Flughafen brauche deshalb eine Strategie, die über einzelne öffentliche Finanzhilfen und Bauinvestitionen hinausreiche.
Finanzlage seit Längerem Thema
Über die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Flughafens wird seit Längerem diskutiert. Nach früheren Berichten liegt das strukturelle Defizit bei mehr als 13 Millionen Euro jährlich. Ein strukturelles Defizit bedeutet, dass die laufenden Einnahmen dauerhaft nicht ausreichen, um die regelmäßigen Ausgaben zu decken. Die FDP verlangt nun, Bund und Land gemeinsam in die Verantwortung zu nehmen.
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