Nach Baaks Austritt: Howad führt verkleinerte CDU-Fraktion

Niklas Howad übernimmt den Vorsitz der Oldenburger CDU-Ratsfraktion. Seinen Vorgänger Christoph Baak fordert er zur Aufgabe des Ratsmandats auf.

Politik 23. September 2026, 14:20 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Niklas Howad führt künftig die CDU-Fraktion im Oldenburger Stadtrat. Die sieben gewählten Ratsmitglieder bestimmten den 35-Jährigen am Montagabend zum Vorsitzenden. Einen Tag später verließen sein unterlegener Vorgänger Christoph Baak die Fraktion und die Partei. Dadurch beginnt die CDU die neue Ratsperiode mit sechs statt sieben Fraktionsmitgliedern.

Howad, der seit 2023 Vorsitzender des CDU-Kreisverbands ist, zieht nach der Kommunalwahl vom 13. September erstmals in den Rat ein. Er forderte Baak auf, sein neu errungenes Mandat niederzulegen. Baak hatte dagegen angekündigt, zunächst fraktionslos zu bleiben und unter dem Namen „OBM – Oldenburgs Bürgerliche Mitte“ aufzutreten.

Neuer Fraktionsvorstand

Zu Howads Stellvertretern wählte die Fraktion Barbara Woltmann und Olaf Klaukien. Petra Averbeck übernimmt die Aufgabe der Schatzmeisterin. Der Fraktion gehören außerdem Christoph Faurie und Stefan Menke an.

Bei der Ratswahl erreichte die CDU 13,69 Prozent und gewann sieben Sitze. Gegenüber 2021 verlor sie 4,1 Prozentpunkte. Howad kündigte an, das Ergebnis innerhalb der Partei auszuwerten. Kreisverband und Ratsfraktion sollen künftig enger zusammenarbeiten.

Streit über politischen Kurs

Baak hatte nach seiner Niederlage bei der Wahl zum Fraktionsvorsitzenden eine stärkere Annäherung der CDU an die Grünen erwartet. Howad weist diese Einschätzung zurück. Grundlage der Fraktionsarbeit bleibe das Kommunalwahlprogramm. Dazu zählt die CDU unter anderem Änderungen an der Baumschutzsatzung und an Tempo-30-Regelungen auf Hauptverkehrsstraßen. Auch die Fliegerhorststraße und der geplante Stadionbau bleiben auf der politischen Agenda.

Im neuen Rat sind elf Parteien und Wählergemeinschaften vertreten. Howad rechnet deshalb mit wechselnden Mehrheiten und einem größeren Abstimmungsbedarf. Die CDU will in den kommenden Wochen ihre Schwerpunkte für die neue Ratsperiode festlegen und zugleich Gespräche mit anderen Fraktionen führen.

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