Linke fordert längere Verträge für Promovierende in Bremen
Die Linke unterstützt Gewerkschaftsforderungen nach besseren Arbeitsbedingungen an Bremer Hochschulen und bringt eine Gesetzesänderung ins Spiel.
Die Bremer Linksfraktion verlangt bessere Beschäftigungsbedingungen an den Hochschulen. Falls die Verhandlungen über den Rahmenkodex für gute Beschäftigungsverhältnisse noch in diesem Jahr scheitern, soll nach ihrer Ansicht eine Änderung des Bremischen Hochschulgesetzes geprüft werden.
Wissenschaftspolitiker Tim Sültenfuß sagte im Wissenschaftsausschuss, die Forderungen der beteiligten Gewerkschaften seien nachvollziehbar. Ziel müsse es sein, Beschäftigung in der Wissenschaft sicherer und verlässlicher zu machen.
Vier Jahre als Maßstab
Im Mittelpunkt stehen die Arbeitsverträge von Promovierenden. Da eine Promotion gewöhnlich vier Jahre dauere, sollten Verträge nach Auffassung der Linken ebenfalls über vier Jahre laufen. Zudem kritisiert die Fraktion Teilzeitstellen mit einem Umfang von 50 Prozent als verbreitete Praxis.
Sültenfuß argumentiert, dass halbe Stellen wegen steigender Mieten kaum zum Leben reichten und die Vereinbarkeit mit einer Familiengründung erschwerten. Außerdem könne die geringe vertragliche Arbeitszeit dazu führen, dass Forschungsarbeit unbezahlt in der Freizeit erledigt werde.
Appell an Hochschulleitungen
Die Hochschulleitungen fordert die Linksfraktion auf, die Gespräche über den neuen Rahmenkodex rasch voranzubringen. Gute Vertragsbedingungen seien entscheidend, um qualifizierte Fachkräfte für wissenschaftliche Arbeit zu gewinnen.
Auch die Grünen in der Bürgerschaft hatten sich bereits für Mindestvertragslaufzeiten von vier Jahren bei Promovierenden und gegen Teilzeit als Regelfall ausgesprochen. Eine Einigung über den Rahmenkodex würde die Arbeitsbedingungen an den Bremer Hochschulen ohne eine gesetzliche Neuregelung festschreiben.
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