Grüne drängen auf längere Verträge für wissenschaftlichen Nachwuchs
Die Grünen in der Bürgerschaft unterstützen Forderungen nach mindestens vierjährigen Verträgen für Promovierende und weniger Teilzeit als Regelfall.
Die Grünen in der Bremischen Bürgerschaft sprechen sich für längere und stärker am tatsächlichen Arbeitsumfang orientierte Verträge in der Wissenschaft aus. Die bildungs- und wissenschaftspolitische Sprecherin Franziska Tell unterstützt die Gewerkschaftsforderung, Mindestlaufzeiten für Verträge von Promovierenden auf vier Jahre anzuheben.
Nach Tells Auffassung reichen Beschäftigungsverhältnisse nicht aus, wenn ihre Dauer oder der vereinbarte Stundenumfang nicht zur Arbeit von Menschen passen, die in Bremen und Bremerhaven promovieren oder sich weiterqualifizieren. Sie wandte sich zudem gegen halbe Stellen als üblichen Standard.
Rahmenkodex soll verbessert werden
Grundlage für bessere Beschäftigungsbedingungen ist nach Darstellung der Grünen der Rahmenkodex für gute Arbeit an den bremischen Hochschulen. Er enthält Vorgaben für Arbeitsverhältnisse im Wissenschaftsbetrieb und ist im Bremischen Hochschulgesetz verankert. Der Kodex soll fortlaufend weiterentwickelt werden.
Tell erwartet, dass die laufenden Verhandlungen über diese Weiterentwicklung zügig abgeschlossen werden. Konkrete Ergebnisse oder einen Zeitplan für die Gespräche nannte die Fraktion nicht.
Fokus auf Planungssicherheit
Die Forderungen zielen auf mehr Planbarkeit für wissenschaftliche Beschäftigte. Längere Verträge und ein höherer Stellenumfang sollen nach Auffassung der Grünen dazu beitragen, verlässlichere Arbeitsbedingungen an Hochschulen zu schaffen.
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