Kita-Reform: Bremer Kirchen rechnen mit Stellenabbau
Die neue Kita-Finanzierung verändert den Personalbedarf kirchlicher Einrichtungen. Erzieherstellen könnten wegfallen, Kündigungen sind nicht ausgeschlossen.
Die evangelische und die katholische Kirche in Bremen rechnen infolge der neuen Kita-Finanzierung mit einem Abbau von Erzieherstellen. Beide Träger wollen Entlassungen möglichst vermeiden. Nach Einschätzung der katholischen Kirche könnten Kündigungen jedoch notwendig werden.
Betroffen sind Träger mit erheblichem Anteil an der Kinderbetreuung in der Stadt. Zusammen bieten die Kirchen mehr als 5.000 Plätze in rund 75 Kindertagesstätten an. Einige dieser Einrichtungen sind besonders auf die Betreuung von Kindern mit Förderbedarf ausgerichtet.
Geld folgt Förderbedarf
Der Senat hat beschlossen, die Zuschüsse ab 2028 stärker an den individuellen Bedarf der tatsächlich betreuten Kinder zu koppeln. Bisher erhalten entsprechend ausgerichtete Kitas zusätzliche Mittel dafür, dass sie grundsätzlich Plätze und Personal für Kinder mit Förderbedarf bereithalten. Künftig soll entscheidend sein, wie viele dieser Kinder die jeweilige Einrichtung tatsächlich besuchen.
Das kann dazu führen, dass bisher finanzierte Erzieherstellen in einzelnen Kitas entfallen. Die Neuordnung soll zugleich ermöglichen, zusätzliche Personalressourcen auf mehr Kinder zu verteilen. Nach den Planungen könnten rund 3.500 Kinder berücksichtigt werden. Im bisherigen System werden für etwa 800 Kinder zusätzliche Fachkraftstunden finanziert.
Andere Personalstruktur geplant
In den kirchlichen Einrichtungen sollen künftig mehr Erziehungs- und Pflegeassistenten eingesetzt werden. Diese Beschäftigten verfügen über eine geringere Qualifikation als Erzieherinnen und Erzieher und werden niedriger vergütet.
Die Reform betrifft insgesamt 27 Kita-Träger in Bremen. Sie erhalten zusammen jährlich knapp 220 Millionen Euro. Kritik an der Neuordnung gibt es auch aus der Politik: Die CDU-Fraktion befürchtet, dass trotz einer größeren Zahl geförderter Kinder künftig weniger Personal pro Kind mit Unterstützungsbedarf zur Verfügung stehen könnte.
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butenunbinnen.de (recherchiert)Kommentare
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