Panorama

Bremen baut Sprachförderung in Kitas deutlich aus

Bremen stellt jährlich rund 500 Millionen Euro für Kitas bereit. Ab 2027 soll die Sprachentwicklung verbindlicher erfasst und gefördert werden.

02. September 2026, 02:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Bremen will die frühkindliche Bildung mit jährlich rund einer halben Milliarde Euro stärken. Das sind nach Angaben des Senats etwa 100 Millionen Euro mehr als zu Beginn der Legislaturperiode 2023. Für das Kita-Jahr 2026/27 stehen insgesamt 25.131 Betreuungsplätze bereit, davon 6.293 Krippen- und 18.838 Elementarplätze.

Von 6.811 neu angemeldeten Kindern hatten zum 14. August 94,4 Prozent einen Betreuungsvertrag. Die Zahl der angemeldeten Kinder ohne Vertrag sank laut Senat von 1.623 im Jahr 2024 auf 380 in diesem Jahr. Besonders stark ausgelastet sind die Einrichtungen in Oberneuland, Findorff und Schwachhausen. Weniger Nachfrage gibt es in Hemelingen, Osterholz und Vegesack.

Mehr Geld für Sprache

Ein Schwerpunkt liegt auf der Sprachförderung. Die Ausgaben dafür steigen in diesem Jahr auf 7,7 Millionen Euro, nachdem sie 2021 noch bei 2,9 Millionen Euro lagen. Im Kita-Jahr 2025/26 wurde bei 3.063 Kindern Förderbedarf festgestellt; im Vorjahr waren es 3.004.

Zum 1. Januar 2027 soll ein Instrument zur Beobachtung und Dokumentation der kindlichen Entwicklung eingeführt werden. Ab dem Kita-Jahr 2027/28 soll Sprachförderung für Vorschulkinder nach einer geplanten Änderung des Bremischen Schulgesetzes verpflichtend werden. Zusätzliche Angebote in kleinen Gruppen sollen weiterhin direkt in den Kitas stattfinden.

Übergang zur Schule

Alle 318 Kitas und 94 Grundschulen sind seit diesem Kita-Jahr in Verbünden organisiert. Sie sollen Bildungswege vom Kita-Alter bis in die Grundschule enger begleiten. Die Betreuungsquote stieg 2026 in der Krippe auf 30,4 Prozent und im Elementarbereich auf 90,8 Prozent.

Auch bei den Fachkräften meldet der Senat höhere Zahlen: 462 Menschen schlossen 2026 ihre Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin oder zum staatlich anerkannten Erzieher ab. Das entspricht einem Plus von 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Teilen

Kommentare

Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.

Den ersten Kommentar schreiben

Mit dem Absenden werden Name, Kommentar und Zeitpunkt öffentlich angezeigt. E-Mail-Adresse und IP-Adresse bleiben intern; die IP-Adresse wird nach 30 Tagen gelöscht.

Verwandte Artikel