CDU-Fraktion kritisiert geplante Neuordnung der Kita-Finanzierung
Die Bremer CDU befürchtet weniger Personal pro Kind mit Förderbedarf. Mit einer Kleinen Anfrage verlangt sie Angaben zu Fachkraftquoten und Folgen.
Die CDU-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft kritisiert die geplante Neuordnung der Kita-Finanzierung. Nach ihrer Einschätzung sollen künftig mehr Kinder mit Förderbedarf aus dem bestehenden Budget unterstützt werden, ohne dass dafür ausreichend zusätzliche Mittel vorgesehen seien. Dadurch drohe eine geringere Personalausstattung pro Kind.
Der Senat hatte ein Finanzierungsmodell beschlossen, das die Förderung stärker am individuellen Unterstützungsbedarf der betreuten Kinder ausrichten soll. Die CDU stellt nicht das Ziel infrage, mehr Kinder einzubeziehen. Sie verlangt jedoch zusätzliche Mittel und verbindliche Qualitätsstandards.
Kritik an Personalquote
Nach Angaben der CDU erhielten bislang rund 900 Kinder mit Inklusionsbedarf eine zusätzlich finanzierte Personalausstattung. Im neuen System solle eine weitere Kraft erst bei zehn Kindern mit Förderbedarf finanziert werden. Zuvor habe es andere Betreuungsschlüssel gegeben. Zudem solle dafür künftig eine sozialpädagogische Assistenz anstelle einer Erzieherin oder eines Erziehers eingesetzt werden können.
Die kinder- und familienpolitische Sprecherin Sandra Ahrens führt dies auf eine vorgesehene Fachkraftquote von 65 Prozent Erzieherinnen und Erziehern sowie 35 Prozent Assistenzkräften zurück. Aus Sicht der Fraktion könnte diese Regelung Krippen sowie sogenannte Index- und Schwerpunktgruppen betreffen. Eine Stellungnahme des Senats zu den Vorwürfen liegt in der Meldung nicht vor.
Anfrage an den Senat
Mit einer Kleinen Anfrage will die CDU klären, welche Fachkraftquoten derzeit in den Einrichtungen gelten und wie sich das neue Modell konkret auf die Personalausstattung auswirken würde. Außerdem fragt die Fraktion, wie der Senat die Qualität der frühkindlichen Bildung sichern will.
Ahrens fordert insbesondere für Inklusion und Sprachförderung ausreichend qualifiziertes Personal. Sinkende Kinderzahlen sollten nach Auffassung der CDU genutzt werden, um die Betreuungsqualität zu verbessern.
Originalquelle
CDU-Fraktion Bremen
Grundlage dieses Artikels ist eine Pressemitteilung (CDU-Fraktion Bremen). Wir berichten über Mitteilungen aller Parteien nach denselben Kriterien — unparteiisch, überparteilich und unabhängig.
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