Bremen plant neue Kita-Finanzierung mit festen Mitteln für Förderung
Bremen will Förder- und Sprachförderbedarf stärker in der Kita-Finanzierung berücksichtigen. Beschlossen ist das neue Modell noch nicht.
Bremen will die Finanzierung der Kindertagesbetreuung neu ordnen. Einrichtungen sollen künftig zusätzliche Mittel für jedes Kind mit anerkanntem Förderbedarf erhalten. Auch die Sprachförderung soll dauerhaft in das reguläre Finanzierungssystem aufgenommen werden.
Bislang müssen Träger für die jährlich gewährte Projektförderung zur Sprachförderung zusätzliche Anträge stellen. Dieser Schritt soll entfallen. Nach Angaben der Bildungsbehörde würde das den Einrichtungen mehr Planungssicherheit geben.
Mehr Personal ermöglichen
Der derzeitige Berechnungsentwurf sieht einen finanziellen Zuschlag pro Kind mit anerkanntem Förderbedarf vor. Mit diesem Geld sollen die Träger mehr Fachkräfte für die inklusive Betreuung einsetzen können. Wie hoch die Zuschläge ausfallen und welche Gesamtkosten entstehen, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Die geplante Einbindung der Sprachförderung betrifft einen großen Teil der Bremer Vorschulkinder. Zuletzt waren 2.773 von 6.159 Kindern dafür vorgesehen. Das entsprach rund 45 Prozent und lag unter der Quote des Vorjahres von knapp 48 Prozent.
Entscheidung steht aus
Die Bildungsbehörde arbeitet seit Dezember 2025 mit Kita-Trägern, der Senatskanzlei, dem Finanzressort, kinderpolitischen Sprecherinnen und Sprechern sowie weiteren Fachgremien an dem Modell. Einen ersten Prototyp stellte sie den Trägern im April 2026 vor. Anschließend wurde die Berechnung anhand ihrer Rückmeldungen überarbeitet.
Nach bisherigen Analysen der Behörde würde die aktuelle Fassung die meisten Träger in wesentlichen Punkten besserstellen. Der Abstimmungsprozess ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Die zuständigen politischen Gremien sollen sich nach der derzeitigen Planung Ende 2026 mit dem Finanzierungssystem befassen.
Originalquelle
Senatspressestelle BremenKommentare
Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.