Hannover 96 verurteilt CSD-Anfeindungen und Schäden im Weserstadion
Nach dem 9:1 gegen die SV Hemelingen distanziert sich Hannover 96 von mutmaßlich queerfeindlichem Verhalten und Vandalismus durch Teile der Fans.
Hannover 96 hat sich nach dem DFB-Pokalspiel gegen die SV Hemelingen von Teilen der eigenen Anhängerschaft distanziert. Der Zweitligist verurteilt Berichte über queerfeindliche Beleidigungen und Bedrohungen gegenüber Teilnehmenden des zeitgleich veranstalteten Christopher Street Days in Bremen.
Nach Angaben des Vereins sollen Personen aus dem Umfeld der Fans diskriminierend aufgetreten sein. Hannover 96 bezeichnete dieses Verhalten als nicht hinnehmbar und unvereinbar mit den eigenen Grundsätzen.
Vorwürfe während des CSD
Das Erstrundenspiel war wegen der erwarteten großen Zahl auswärtiger Fans im Weserstadion ausgetragen worden. Rund 7.000 Anhänger von Hannover 96 reisten nach Bremen. Die Niedersachsen gewannen die Partie gegen den Bremer Oberligisten mit 9:1.
Der Club verwies darauf, seit mehr als zehn Jahren Schirmherr des Christopher Street Days in Hannover zu sein. Deshalb wolle man queerfeindlichem und anderem diskriminierendem Verhalten entschieden entgegentreten.
Schäden im Gästebereich
Zudem bezieht sich die Stellungnahme auf Beschädigungen in Sanitäranlagen des Gästebereichs. Nach dem Spiel wurden unter anderem zerstörte Toiletten, Waschbecken und Spiegel bekannt. Hannover 96 bedauerte, dass die SV Hemelingen nach dem besonderen Pokalspiel mit den Schäden konfrontiert sei, und erklärte, mit dem Verein in Kontakt zu stehen.
Die Schadenshöhe wird auf 5.000 bis 10.000 Euro geschätzt. Wer die Kosten übernimmt, ist noch offen. Die SV Hemelingen hat bereits eine Crowdfunding-Aktion gestartet und nach vorliegenden Angaben rund 3.000 Euro gesammelt.
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