Politik

FDP verlangt verbindlichere Leistungsstandards an Bremer Schulen

Die FDP bewertet angekündigte Schritte zur Sprachförderung positiv, fordert von Bildungssenator Mark Rackles aber einen weitergehenden Kurswechsel.

13. August 2026, 15:27 Uhr 1 Min. Lesezeit 3 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Die FDP-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft fordert mehr verbindliche Leistungsstandards an den Schulen. Anlass sind die von Bildungssenator Mark Rackles vorgestellten Schwerpunkte für das Schuljahr 2026/27. Der bildungspolitische Sprecher Fynn Voigt verlangt, die Verbesserung der Bildungsqualität zur zentralen Aufgabe der Schulpolitik zu machen.

Voigt verweist auf aus seiner Sicht anhaltend schwache Bildungsergebnisse und Defizite bei grundlegenden Fähigkeiten vieler Schülerinnen und Schüler. Kleinere Anpassungen reichten deshalb nicht aus, erklärte er. Die FDP fordert einen grundlegenden Wechsel in der Bildungspolitik.

Sprachförderung begrüßt

Positiv bewertet die Fraktion eine verbindliche Sprachförderung, wenn mindestens zwölf Monate vor der Einschulung sprachliche Defizite festgestellt werden. Auch Pilotprojekte zur Stärkung von Deutsch und Mathematik an Startchancen-Schulen seien richtige Ansätze, teilte Voigt mit. Startchancen-Schulen werden im Rahmen eines Förderprogramms besonders unterstützt.

Nach Einschätzung der FDP kommen diese Schritte jedoch zu spät und gehen nicht weit genug. Die Partei hatte bereits nach der Evaluation des bisherigen Schulkonsenses verbindliche Ziele für Grundkompetenzen und eine stärkere Orientierung an Leistung gefordert.

Noten und Vergleichsarbeiten

Für einen aus Sicht der FDP notwendigen Kurswechsel nennt Voigt mehrere konkrete Maßnahmen: Noten sollen wieder ab der dritten Klasse vergeben werden. Schülerinnen und Schüler sollen zudem eine Klasse wiederholen können, um Lernrückstände aufzuholen. Die FDP verlangt außerdem zusätzliche Unterrichtsstunden in Deutsch und Mathematik sowie regelmäßige, verbindliche Vergleichsarbeiten.

Ob und in welchem Umfang diese Forderungen in die Planungen für das Schuljahr 2026/27 einfließen, geht aus der Stellungnahme nicht hervor. Die FDP kündigte an, die Bildungspolitik des rot-grün-roten Senats an den Leistungen der Schülerinnen und Schüler messen zu wollen.

Originalquelle

FDP-Fraktion Bremen

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