FDP fordert Pilotprojekt für verpflichtende Lernförderung
Die FDP-Bürgerschaftsfraktion will leistungsschwache Schülerinnen und Schüler in Bremen verbindlich und schulformübergreifend fördern.
Die FDP-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft setzt sich für ein Pilotprojekt mit verpflichtender Lernförderung für leistungsschwache Schülerinnen und Schüler ein. Nach dem Vorbild Hamburgs soll Unterstützung über Schulformen und Jahrgangsstufen hinweg organisiert werden.
Die Förderung soll nach den Vorstellungen der Fraktion insbesondere greifen, wenn Schülerinnen und Schüler in einem Fach keine ausreichenden Leistungen erzielen. Im Mittelpunkt stehen Deutsch, Mathematik und Englisch.
Förderung in kleinen Gruppen
Als Beispiel verweist die FDP auf Hamburg. Dort nehmen nach Angaben der Fraktion Kinder und Jugendliche verpflichtend an der Lernförderung teil, wenn ihre Leistungen in einem Fach nicht ausreichen. Der Unterricht findet meist in Gruppen mit weniger als fünf Teilnehmenden statt.
Für die Kurse kommen in Hamburg neben Lehrkräften auch sozialpädagogische Fachkräfte, Beschäftigte von Nachhilfeeinrichtungen und Honorarkräfte infrage. Dazu zählen etwa Studierende, pensionierte Lehrkräfte oder qualifizierte ältere Schülerinnen und Schüler.
Unabhängig vom Elternhaus
Die FDP begründet den Vorstoß mit mehr Bildungsgerechtigkeit. Zusätzliche Unterstützung dürfe nicht davon abhängen, ob Familien private Nachhilfe bezahlen könnten. Die Fraktion erwartet zudem, dass eine verbindliche Förderung Schülerinnen und Schülern bessere Entwicklungschancen eröffnet.
Hamburg habe im Schuljahr 2023/24 laut FDP mehr als 12.000 Kurse angeboten und damit rund 30.000 Schülerinnen und Schüler erreicht. Das entspreche 16 Prozent der dortigen Gesamtschülerschaft. Die Liberalen sehen darin ein Modell, das für Bremen erprobt werden sollte.
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FDP-Fraktion BremenKommentare
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