FDP fordert Abschluss-Coaching an zwölf Bremer Schulen
Rund 750 Jugendliche sollen 2025 im Land Bremen die Schule ohne Abschluss verlassen haben. Die FDP will deshalb ein Coaching-Modell erproben.
Die FDP-Fraktion will Jugendliche an zwölf Oberschulen in Bremen und Bremerhaven gezielt auf dem Weg zum Schulabschluss begleiten lassen. Einen entsprechenden Antrag hat sie in die Bremische Bürgerschaft eingebracht. Das geplante Coaching soll zunächst als Modellprojekt erprobt werden.
Nach Angaben der Fraktion verließen 2025 rund 750 Jugendliche im Land Bremen die Schule ohne Abschluss. Der Anteil sei gegenüber dem Vorjahr erneut gestiegen und habe 11,3 Prozent erreicht. Eine Vergleichszahl für 2024 nennt die FDP in ihrer Mitteilung nicht.
Hilfe vor dem Schulabgang
Das Coaching soll bereits während der Schulzeit einsetzen. Jugendliche, deren Abschluss gefährdet ist, sollen demnach gezielt begleitet werden. Die FDP begründet den frühen Ansatz damit, dass junge Menschen nach dem Verlassen der Schule schwerer mit Unterstützungsangeboten zu erreichen seien.
Als Vorbild nennt die Fraktion ein Schulabschluss-Coaching in Hamburg. Wie die Bremer Variante konkret organisiert werden soll, welche zwölf Oberschulen teilnehmen könnten und welches Personal dafür erforderlich wäre, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Auch Angaben zu Kosten und Dauer des Modellprojekts fehlen.
Antrag in der Bürgerschaft
Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Fynn Voigt, sieht in der gestiegenen Quote ein Warnsignal. Ein fehlender Schulabschluss erschwere den Einstieg in das Berufsleben erheblich. Der Senat solle deshalb handeln und Unterstützungsangebote einsetzen, bevor Jugendliche die Schule ohne Abschluss verlassen.
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