BSW fordert mehr Lehrkräfte für benachteiligte Bremer Stadtteile
753 Jugendliche verließen 2025 im Land Bremen die Schule ohne Ersten Abschluss. Das BSW verlangt mehr Personal, Sanierungen und frühe Sprachförderung.
Das BSW Bremen fordert angesichts der hohen Zahl von Schulabgängen ohne Ersten Schulabschluss mehr Lehrkräfte und zusätzliche Hilfen für Schulen in benachteiligten Stadtteilen. Die Partei beruft sich auf den aktuellen Bericht des Instituts für Qualitätsentwicklung im Land Bremen (IQHB).
Demnach verließen 2025 insgesamt 753 Jugendliche eine allgemeinbildende Schule ohne Ersten Schulabschluss. In der Stadt Bremen waren es 587, in Bremerhaven 166. Landesweit entsprach dies einem Anteil von 11,3 Prozent. Für Bremerhaven werden 13,7 Prozent ausgewiesen.
Deutliche Unterschiede
Der Bericht zeigt nach Angaben des BSW erhebliche Unterschiede zwischen einzelnen Ortsteilen. Für die zusammengefassten Jahre 2023 bis 2025 lag der Anteil der Abgehenden ohne Ersten Schulabschluss im Bremerhavener Ortsteil Goethestraße bei rund 32 Prozent. In Bremen-Borgfeld waren es rund vier Prozent.
Das BSW macht den Senat für unzureichende Bedingungen an Schulen verantwortlich. Die Partei verlangt, die Zahl der Lehrkräfte deutlich zu erhöhen und Klassen zu verkleinern. Schulen in ärmeren Stadtteilen müssten gezielter unterstützt werden.
Förderung vor Schulbeginn
Darüber hinaus fordert das BSW Investitionen in Schulgebäude und Pausenhöfe. Kinder mit Schwierigkeiten in der deutschen Sprache sollten früher gefördert werden. Dafür schlägt die Partei eine verpflichtende Vorschulförderung für alle betroffenen Kinder vor, unabhängig von ihrer Herkunft.
Die Zahl der Jugendlichen ohne Abschluss beschäftigt auch andere Parteien. Die FDP-Fraktion hatte ein Modellprojekt vorgeschlagen, bei dem Jugendliche an zwölf Oberschulen in Bremen und Bremerhaven durch ein Coaching bis zum Schulabschluss begleitet werden sollen.
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