FDP bekräftigt Nein zur Abschaffung der Gymnasien
Die Bremer FDP weist die Darstellung der GEW zu ihrer Position zur Gemeinschaftsschule zurück und hält am mehrgliedrigen Schulsystem fest.
Die FDP-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft lehnt eine flächendeckende Gemeinschaftsschule als Ersatz für das bestehende Schulsystem ab. Ihr bildungspolitischer Sprecher Fynn Voigt bekräftigte, die Partei halte am Gymnasium und am mehrgliedrigen Schulsystem fest.
Auslöser ist ein Streit mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bremen über Aussagen aus einem bildungspolitischen Dialog. Voigt erklärte, seine Bereitschaft, einen begrenzten Schulversuch zu prüfen, sei nicht als Zustimmung zu einer Gemeinschaftsschule für alle zu verstehen.
Streit über Darstellung
Nach Darstellung der FDP hatte die GEW Voigts Aussagen verkürzt wiedergegeben. Die Gewerkschaft verwies gegenüber dem Weser-Kurier laut Voigt auf ein Foto aus einem Ja-Nein-Spiel. Die FDP fordert nun eine öffentliche Korrektur der Darstellung.
Voigt sagte, ein einzelnes Schulmodell testweise einzuführen und dessen Ergebnisse auszuwerten, unterscheide sich grundsätzlich von einem umfassenden Umbau des Schulsystems. Die FDP werde Vorhaben ablehnen, die aus ihrer Sicht auf die Abschaffung oder Verdrängung der Gymnasien zielten.
Keine Einigung erkennbar
Die FDP teilte zudem mit, sie habe nach der Veröffentlichung versucht, die GEW telefonisch und schriftlich zu erreichen. Eine Reaktion auf die Bitte um Korrektur habe zunächst nicht vorgelegen. Eine Stellungnahme der GEW zu den Vorwürfen ist in der Mitteilung nicht enthalten.
Originalquelle
FDP-Fraktion BremenKommentare
Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.