CDU fordert Aufarbeitung der gescheiterten Exzellenz-Bewerbung

Nach der Absage für Bremen und Oldenburg verlangt die CDU eine Analyse im Wissenschaftsausschuss und mehr Investitionen in Forschung.

Panorama 02. Oktober 2026, 02:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Universität Bremen (Logo)
Universität Bremen (Logo) | Foto: Universität Bremen / Wikimedia Commons, gemeinfrei

Nach der gescheiterten Bewerbung der Universitäten Bremen und Oldenburg um den Status als Exzellenzverbund fordert die Bremer CDU Konsequenzen. Der Wissenschaftsausschuss der Bürgerschaft müsse untersuchen, warum die Northwest Alliance nicht ausgewählt worden sei, erklärte die wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion, Susanne Grobien.

Die Exzellenzkommission von Bund und Ländern hatte den gemeinsamen Antrag der beiden Hochschulen am 2. Oktober in Bonn abgelehnt. Damit erhält der Verbund keine institutionelle Förderung aus der Exzellenzstrategie. Bundesweit hatten sich elf Hochschulen und Verbünde um bis zu fünf neue Plätze beworben.

Neue Strategie gefordert

Grobien bezeichnete die Entscheidung als Rückschlag für den Wissenschaftsstandort. Sie verlangte ein Konzept, mit dem Bremen in einer späteren Auswahlrunde erneut antreten und den bis 2019 gehaltenen Exzellenzstatus zurückgewinnen könne. Ein Erfolg hätte nach ihrer Einschätzung zusätzliche Forschungsmittel gebracht und die internationale Wahrnehmung der beteiligten Universitäten verbessert.

Die Abgeordnete betonte zugleich, dass die Absage nichts an der wissenschaftlichen Arbeit der Hochschulen ändere. Voraussetzung für die gemeinsame Bewerbung waren mindestens drei Exzellenzcluster. Bremen und Oldenburg konnten insgesamt vier bewilligte Cluster vorweisen. Dazu gehören in Bremen die Forschungsvorhaben „Der Ozeanboden – unerforschte Schnittstelle der Erde“ und „Die Marsperspektive – Ressourcenknappheit als Grundlage eines Paradigmas der Nachhaltigkeit“.

Kritik am Senat

Grobien nahm die Entscheidung außerdem zum Anlass für Kritik an der Wissenschaftspolitik des Senats. Sie verwies auf den Wissenschaftsplan 2030 und die Zivilklausel, die Forschung für militärische Zwecke begrenzt. Nach Ansicht der CDU-Politikerin sollte das Land Hochschulen stärker unterstützen und gezielt in Sicherheits- und Verteidigungstechnologien investieren.

Unabhängig von der ausgebliebenen Förderung wollen die Universitäten Bremen und Oldenburg ihre Northwest Alliance weiterführen. Auch die Zusammenarbeit mit der Universität Groningen soll fortgesetzt und ausgebaut werden.

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Oldenburg

Originalquelle

CDU-Fraktion Bremen

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