Bremen und Oldenburg hoffen gemeinsam auf den Exzellenzstatus

Am Freitag fällt die Entscheidung über neue Exzellenzuniversitäten. Der Verbund aus Bremen und Oldenburg bewirbt sich um eine millionenschwere Förderung.

Panorama 01. Oktober 2026, 02:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Universität Bremen (Logo)
Universität Bremen (Logo) | Foto: Universität Bremen / Wikimedia Commons, gemeinfrei

Die Universitäten Bremen und Oldenburg erfahren am Freitag, ob ihr gemeinsamer Verbund künftig als Exzellenzstandort gefördert wird. Die Bewerbung gehört zu elf Kandidaturen, die noch im Rennen sind. Bis zu fünf neue Standorte können ausgewählt werden. Derzeit trägt keine Hochschule in Bremen oder Niedersachsen den Titel.

Über die Vergabe entscheidet die Exzellenzkommission auf Grundlage internationaler Begutachtungen. Dem Gremium gehören zudem die Wissenschaftsministerinnen und Wissenschaftsminister von Bund und Ländern an.

Millionen für sieben Jahre

Die Auszeichnung ist mit erheblichen Fördermitteln verbunden. Einzelne Universitäten können jährlich zwischen zehn und 15 Millionen Euro erhalten. Für Hochschulverbünde sind 15 bis 28 Millionen Euro pro Jahr vorgesehen. Die Förderung läuft sieben Jahre und wird anschließend erneut überprüft. Die Länder übernehmen ein Viertel der Kosten.

Nach Angaben des Bremer Wissenschaftsressorts sind die erforderlichen Landesmittel bereits eingeplant. Für die beiden Bremer Exzellenzcluster stünden zwischen 2026 und 2032 durchschnittlich 3,67 Millionen Euro pro Jahr bereit.

Forschung von Meer bis Mars

Für eine Bewerbung müssen einzelne Hochschulen mindestens zwei geförderte Exzellenzcluster vorweisen, Verbünde mindestens drei. Solche Cluster bündeln Forschende verschiedener Disziplinen zu einem gemeinsamen Thema. Zusätzlich bewertet die Kommission unter anderem die strategische Ausrichtung, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die internationale Vernetzung.

Bremen und Oldenburg arbeiten gemeinsam an Forschungen zum Meeresboden und dessen Bedeutung für Klima und Umwelt. In Oldenburg wird außerdem die Orientierung von Tieren über große Entfernungen untersucht. Ein Bremer Forschungsbereich beschäftigt sich mit nachhaltiger Produktion unter knappen Ressourcen. Der Hochschulverbund plant zudem eine Zusammenarbeit mit Forschenden aus Groningen.

Kooperation soll bleiben

Bei einer Absage würden Mittel für zusätzliche Professuren fehlen. Beide Universitäten wollen ihre strategische Zusammenarbeit dennoch fortsetzen und Professuren künftig gemeinsam planen. Die Universität Bremen hatte den Exzellenzstatus bereits von 2012 bis 2019.

Orte

Oldenburg

Originalquelle

Nordsee-Zeitung

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