Bremen und Oldenburg hoffen auf Millionen für Spitzenforschung

Die Exzellenzkommission entscheidet heute über neue Spitzenstandorte. Der gemeinsame Antrag der Universitäten Bremen und Oldenburg ist noch im Rennen.

Panorama 02. Oktober 2026, 09:20 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Universität Bremen (Logo)
Universität Bremen (Logo) | Foto: Universität Bremen / Wikimedia Commons, gemeinfrei

Für die Universitäten Bremen und Oldenburg fällt heute eine Entscheidung von großer finanzieller und wissenschaftspolitischer Bedeutung. Ihr gemeinsamer Verbund bewirbt sich in der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern. Der Wissenschaftsrat will das Ergebnis am Nachmittag bekannt geben.

Insgesamt stehen elf Universitäten und Hochschulverbünde zur Auswahl. Bis zu fünf von ihnen können neu in die Förderung aufgenommen werden. Eine Vergabe aller verfügbaren Plätze ist jedoch nicht vorgeschrieben.

Forschung in drei Clustern

Für eine gemeinsame Bewerbung müssen die beteiligten Hochschulen mindestens drei geförderte Exzellenzcluster vorweisen. Dabei handelt es sich um große Forschungsverbünde zu ausgewählten Themen. Forschende aus Bremen und Oldenburg untersuchen gemeinsam, welche Rolle der Meeresboden für Klima und Umwelt spielt. In Oldenburg geht es außerdem um die Orientierung von Tieren über große Distanzen. Bremen ist mit Forschung zur nachhaltigen Produktion unter knappen Ressourcen beteiligt.

Zusätzlich zu den Forschungsprojekten bewertet die Exzellenzkommission das Gesamtkonzept. Dazu zählen die strategische Ausrichtung, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die internationale Vernetzung.

Bis zu 28 Millionen Euro

Ein erfolgreicher Hochschulverbund kann jährlich mit bis zu 28 Millionen Euro unterstützt werden. Für einzelne Exzellenzuniversitäten sind 10 bis 15 Millionen Euro pro Jahr vorgesehen. Die Förderung läuft sieben Jahre, anschließend folgt eine erneute Prüfung.

Über die Auswahl entscheiden internationale Fachleute sowie die Wissenschaftsministerinnen und Wissenschaftsminister von Bund und Ländern. Zehn bereits ausgezeichnete Universitäten haben ihren Status verteidigt.

Konkurrenz aus Hannover

Neben dem Verbund Bremen-Oldenburg bewerben sich die Leibniz Universität Hannover und die Medizinische Hochschule Hannover. Die Leibniz Universität bringt drei Exzellenzcluster aus Quantenphysik und Hörforschung ein. An der Medizinischen Hochschule stehen Hören und Resistenzen gegen Infektionen im Mittelpunkt. Bislang gibt es weder in Bremen noch in Niedersachsen eine Hochschule mit dem aktuellen Exzellenzstatus.

Orte

Oldenburg

Originalquelle

NDR Niedersachsen

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