Bund investiert 1,35 Milliarden Euro in Bremerhavens NATO-Drehkreuz

Bremerhavens Hafen soll für militärische Transporte ausgebaut werden. Geplant sind mehr als 40 Maßnahmen an Hafenbecken, Verkehrswegen und Schwerlastflächen.

Wirtschaft 18. Oktober 2026, 04:30 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Der Bund will rund 1,35 Milliarden Euro in den Ausbau Bremerhavens zu einem Logistikdrehkreuz der NATO investieren. Mehr als 40 Maßnahmen sollen den Hafen und seine Verkehrsanbindungen für die Verlegung von Personal und schwerem Material ertüchtigen. Der Abschluss der Arbeiten ist bis 2031 vorgesehen.

Zu den Plänen gehören neue Schwerlastflächen und Brücken sowie die Vertiefung von Hafenbecken. Auch Straßen und Bahnverbindungen sollen ausgebaut werden. Im Verteidigungsfall sollen verbündete Staaten Personal und Ausrüstung über den Bremerhavener Hafen sowie den Flughafen Bremen transportieren können.

Teil größerer Ausbaupläne

Bund, Stadt Bremerhaven und BLG Logistics hatten zuvor in einer Absichtserklärung vereinbart, den Standort gemeinsam als militärisches Logistikzentrum weiterzuentwickeln. Die nun genannte Investitionssumme und der Maßnahmenkatalog geben dem Vorhaben einen konkreteren Rahmen.

Der Ausbau in Bremerhaven ist Teil einer umfassenden Stärkung der Marine und der militärischen Infrastruktur an Nord- und Ostsee. Die Marine verfügt nach eigenen Angaben derzeit über 15.900 Soldaten, 47 Schiffe und zwei Tanker. Geplant sind zusätzliche Schiffe, Waffen und unbemannte Systeme.

Weitere Küstenstandorte wachsen

Auch andere Standorte sollen erweitert werden. In Emden ist bis Anfang der 2030er Jahre ein neuer Marinehafen für bis zu 2.000 Soldaten geplant. Wilhelmshaven erhält wegen des vorgesehenen Wachstums von 15 auf 20 Großschiffe zusätzliche Gebäude. Der Marinefliegerstandort Nordholz soll für 400 Millionen Euro modernisiert werden.

Cuxhaven könnte nach Einschätzung von Oberbürgermeister Uwe Santjer als Ausweichhafen dienen, falls Bremerhaven oder Emden im Ernstfall nicht nutzbar wären. Konkrete Pläne zur Wiedereröffnung des früheren Marinestützpunkts gibt es dort jedoch nicht.

Orte

Bremerhaven

Teilen

Kommentare

Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.

Den ersten Kommentar schreiben

Mit dem Absenden werden Name, Kommentar und Zeitpunkt öffentlich angezeigt. E-Mail-Adresse und IP-Adresse bleiben intern; die IP-Adresse wird nach 30 Tagen gelöscht.

Verwandte Artikel

Impressum · Datenschutz