BSW fordert Offenlegung der Gespräche mit Ryanair
Nach dem angekündigten Ryanair-Rückzug verlangt das BSW Bremen Details zu den Verhandlungen und Gespräche mit anderen Fluggesellschaften.
Das BSW Bremen fordert vom Senat, die gescheiterten Verhandlungen mit Ryanair offenzulegen und nach Ersatz für die wegfallenden Flugverbindungen zu suchen. Die Landesvorsitzenden Christopher Schulze und Alper Iseri haben dazu schriftliche Anfragen an Bürgermeister Andreas Bovenschulte und Hafenstaatsrat Kai Stührenberg gerichtet.
Ryanair will den Flugbetrieb am Bremer Flughafen mit Beginn des Sommerflugplans 2027 vollständig einstellen. Zuletzt beförderte die Fluggesellschaft dort rund 400.000 Passagiere im Jahr.
Streit um Konditionen
Nach Darstellung des BSW begründet Ryanair den Rückzug mit hohen Steuern und Gebühren. Die Bremer Wirtschaftsbehörde habe dagegen erklärt, dass die Fluggesellschaft wirtschaftlich nicht vertretbare Vergünstigungen verlangt habe. Welche Konditionen konkret verhandelt wurden, ist bislang nicht öffentlich bekannt.
Das BSW verlangt deshalb eine Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben, die mit dem Ryanair-Betrieb verbunden waren. Zudem soll der Senat mitteilen, ob bereits Gespräche mit anderen Fluggesellschaften geführt werden. Von Bovenschulte erwartet die Partei außerdem Auskunft zum Stand seiner Initiative für europaweit wettbewerbsfähige Luftverkehrskosten.
Beschäftigte im Blick
Die Partei fordert darüber hinaus Angaben zu möglichen Sozialplänen. Sie warnt davor, dass eine wirtschaftliche Schieflage des Flughafens zulasten der Beschäftigten gehen könnte. Zugleich unterstützt das BSW nach eigenen Angaben die Haltung, Forderungen einer Fluggesellschaft zurückzuweisen, wenn diese für Bremen wirtschaftlich nicht tragbar seien.
Die Partei verbindet ihre Anfrage mit der Forderung, Arbeitsplätze am Flughafen zu sichern und bezahlbare Flugangebote zu erhalten. Konkrete alternative Fluggesellschaften oder mögliche Ersatzverbindungen nennt sie nicht.
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