BIW-Fraktion fordert Antworten zum Ryanair-Aus in Bremen
Die BIW-Fraktion verlangt Auskunft über Gespräche mit Ryanair, die Flughafenfinanzen und die Strategie des Senats für den Bremer Luftverkehr.
Die Fraktion Bürger in Wut (BIW) fordert von Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) eine umfassende Stellungnahme zur Zukunft des Bremer Flughafens. Das Wirtschaftsressort soll in der nächsten Wirtschaftsdeputation über die Gespräche mit Ryanair, die finanzielle Lage des Flughafens und die weitere Strategie des Senats berichten.
Die Forderung folgte auf Berichte, nach denen Ryanair-Flüge ab Bremen für die Zeit ab April 2027 nicht mehr buchbar waren. Inzwischen hat die Fluggesellschaft dem Wirtschaftsressort schriftlich bestätigt, dass sie ihren Betrieb in Bremen mit dem Sommerflugplan 2027 vollständig einstellt.
Verbindungen fallen weg
Ryanair beförderte zuletzt rund 400.000 Passagiere pro Jahr über den Bremer Flughafen. Nach den vorliegenden Angaben waren die Maschinen 2025 im Durchschnitt zu etwa 88 Prozent ausgelastet. Verhandlungen über neue wirtschaftliche Bedingungen blieben ohne Ergebnis. Von Ryanair geforderte Vergünstigungen hätten den Flughafen Berichten zufolge mit rund vier Millionen Euro pro Jahr zusätzlich belastet.
BIW-Wirtschaftspolitiker Sven Schellenberg verlangt Angaben dazu, wie der Senat Fluggesellschaften und wichtige Verbindungen in Bremen halten will. Zudem solle die Wirtschaftsbehörde darlegen, wie sie die wirtschaftliche Stabilität des Flughafens sichern möchte.
Weniger Flüge nach Frankfurt
Die Fraktion verweist außerdem auf die eingeschränkte Lufthansa-Verbindung nach Frankfurt. Nachdem die Direktverbindung eingestellt worden war, soll sie zum Sommerflugplan 2027 zurückkehren. Nach Angaben der BIW ist dann jedoch nur noch ein täglicher Flug vorgesehen statt zuvor fünf Verbindungen.
Die BIW sieht deshalb Klärungsbedarf bei der künftigen Anbindung Bremens und fordert einen langfristigen Plan für den Flughafen.
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