Ryanair bestätigt vollständigen Rückzug vom Bremer Flughafen
Ab April 2027 bietet Ryanair keine Flüge mehr von und nach Bremen an. Verhandlungen über günstigere Konditionen blieben ohne Ergebnis.
Ryanair stellt seinen Flugbetrieb am Bremer Flughafen mit Beginn des Sommerflugplans 2027 vollständig ein. Die irische Fluggesellschaft hat der Bremer Wirtschaftsbehörde schriftlich bestätigt, dass ab April 2027 keine Verbindungen von und nach Bremen mehr angeboten werden.
Auf der Internetseite des Unternehmens waren Flüge ab Bremen für diesen Zeitraum bereits seit mehreren Tagen nicht mehr buchbar. Eine öffentliche Begründung der Airline liegt bislang nicht vor. Für eine Stellungnahme war der Kommunikationschef von Ryanair nicht erreichbar.
Hunderttausende Passagiere betroffen
Ryanair beförderte zuletzt rund 400.000 Passagiere pro Jahr über den Bremer Flughafen. Im Jahr 2025 waren die Maschinen auf den Bremer Strecken im Durchschnitt zu etwa 88 Prozent ausgelastet. Nach Angaben aus der Wirtschaftsbehörde nahm der Standort durch die Zusammenarbeit mit der Fluggesellschaft jährlich rund drei Millionen Euro ein.
Der Rückzug dürfte deshalb erhebliche Folgen für das Flugangebot und die wirtschaftliche Lage des Flughafens haben. Welche einzelnen Strecken im Sommerflugplan 2027 entfallen, geht aus der vorliegenden Mitteilung nicht hervor.
Verhandlungen ohne Einigung
Seit September liefen Gespräche über neue finanzielle Bedingungen. Daran soll auch das Bremer Rathaus unmittelbar beteiligt gewesen sein. Ryanair verlangte dem Vernehmen nach deutlich größere Vergünstigungen. Eine Zustimmung hätte der Flughafen GmbH nach Angaben aus der Wirtschaftsbehörde zusätzliche Belastungen von rund vier Millionen Euro im Jahr verursacht.
Zuletzt sollen geplante Gespräche am Ryanair-Konzernsitz in Dublin nicht mehr zustande gekommen sein. Damit ist die zuvor angekündigte Rückzugsabsicht nun schriftlich bestätigt. Parallel bemühen sich Senat und Lufthansa um eine Wiederaufnahme der im Juli aus Kostengründen eingestellten Verbindung zwischen Bremen und Frankfurt. Dazu werden nach bisherigen Angaben unter anderem niedrigere Flughafengebühren verhandelt.
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butenunbinnen.de (recherchiert)Kommentare
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