Bremer Polizei: Umstrittener Abwehrtipp stammt aus älteren Ratgebern

Erbrechen oder Einnässen als Reaktion auf einen sexuellen Angriff: Eine Psychologin ordnet den von der Bremer Polizei vermittelten Hinweis ein.

Polizei 13. Oktober 2026, 10:23 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Polizei Bremen (Archivfoto)
Polizei Bremen (Archivfoto) | Foto: Polizei Bremen / Wikimedia Commons, gemeinfrei

Ein ungewöhnlicher Hinweis aus Selbstbehauptungsseminaren der Polizei Bremen sorgt für Diskussionen. Nach einem Bericht von RTL wird dort als mögliche Reaktion auf einen sexuellen Angriff auch genannt, sich zu erbrechen. Ziel sei, beim Täter Ekel auszulösen und ihn dadurch zum Abbruch des Angriffs zu bewegen.

Die Psychologin Janina Hagemann erklärte gegenüber RTL, dass solche Hinweise nicht neu seien. Empfehlungen, sich während eines sexuellen Übergriffs einzunässen oder zu erbrechen, stammten aus älteren Maßnahmen zum Gewaltschutz und aus Präventionsratgebern.

Herkunft des Hinweises

Damit handelt es sich nach ihrer Einordnung um eine bereits länger bekannte Strategie. Der aktuelle Bericht nennt jedoch keine näheren Angaben dazu, in welchen Situationen die Bremer Polizei diese Möglichkeit anspricht. Auch bleibt offen, wie der Hinweis in das gesamte Konzept der Selbstbehauptungskurse eingebettet ist.

Unklar ist zudem, welche weiteren Handlungsmöglichkeiten in den Seminaren vermittelt werden. Die vorliegenden Informationen erlauben deshalb keine Bewertung, welchen Stellenwert das absichtliche Auslösen von Erbrechen innerhalb der Kurse einnimmt.

Viele Details bleiben offen

Der RTL-Bericht stellt den Hinweis als eine von mehreren möglichen Maßnahmen dar. Konkrete Aussagen der Bremer Polizei zur aktuellen Kritik, zur praktischen Anwendung oder zu möglichen gesundheitlichen Risiken gehen aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Ebenso fehlen Informationen dazu, ob die Empfehlung standardmäßig oder nur im Zusammenhang mit bestimmten Angriffssituationen genannt wird.

Originalquelle

RTL

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