Bremer Polizei empfiehlt Würgereiz zur Abwehr sexueller Angriffe

In Selbstbehauptungskursen nennt die Bremer Polizei laut einem Bericht eine ungewöhnliche Abwehrmethode: Erbrechen soll Angreifer abschrecken.

Polizei 12. Oktober 2026, 20:24 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Polizei Bremen (Archivfoto)
Polizei Bremen (Archivfoto) | Foto: Polizei Bremen / Wikimedia Commons, gemeinfrei

Die Polizei Bremen empfiehlt in Selbstbehauptungsseminaren offenbar, bei einem sexuellen Angriff notfalls den eigenen Würgereiz auszulösen. Das berichtet RTL. Demnach soll das Erbrechen beim Täter Ekel hervorrufen und ihn dazu bewegen, den Angriff abzubrechen.

Die Methode gehört laut dem Bericht zu mehreren Hinweisen, die Teilnehmende in den Seminaren erhalten. Welche weiteren Abwehrmöglichkeiten vermittelt werden und in welchen konkreten Situationen die Empfehlung angewendet werden soll, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.

Ungewöhnlicher Abwehrhinweis

Beim absichtlichen Auslösen des Würgereizes wird der natürliche Schutzreflex des Körpers angeregt. Die Bremer Polizei hält es dem Bericht zufolge für möglich, dass die Reaktion einen Angreifer irritiert oder abschreckt. Ob es Erfahrungswerte zur Wirksamkeit dieser Methode gibt, bleibt offen.

Auch Angaben dazu, seit wann der Hinweis Bestandteil der Selbstbehauptungsseminare ist und ob vergleichbare Empfehlungen von anderen Polizeibehörden ausgesprochen werden, liegen nicht vor.

Viele Details noch offen

Eine weitergehende Einordnung der Bremer Polizei wird in der Meldung nicht genannt. Unklar bleibt damit auch, wie die Empfehlung in das gesamte Konzept der Kurse eingebettet ist. Die Seminare sollen Teilnehmenden Möglichkeiten vermitteln, sich in bedrohlichen Situationen zu behaupten. Der Bericht hebt jedoch ausschließlich den Rat hervor, bei einem sexuellen Angriff gezielt Erbrechen auszulösen.

Originalquelle

RTL

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