Bremer Kirche ruft am 7. Oktober zum Gedenken auf
Kirchenpräsident Bernd Kuschnerus warnt drei Jahre nach dem Hamas-Angriff vor wachsendem Antisemitismus. Auf dem Marktplatz ist eine Mahnwache geplant.
Drei Jahre nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel ruft die Bremische Evangelische Kirche dazu auf, die Opfer nicht zu vergessen und Antisemitismus entschieden entgegenzutreten. Kirchenpräsident Bernd Kuschnerus erinnert an die Frauen, Männer und Kinder, die am 7. Oktober 2023 getötet, verletzt oder verschleppt wurden.
Der Angriff sei von politischem Fanatismus und nicht zu rechtfertigender Gewalt gegen die Zivilbevölkerung geprägt gewesen, erklärte Kuschnerus. Der Jahrestag markiere zugleich einen tiefen Einschnitt für jüdische Gemeinschaften in Deutschland.
Warnung vor Antisemitismus
Kuschnerus zeigte sich besorgt über die Zunahme antisemitischer Anfeindungen seit dem Angriff. Dagegen müsse unabhängig von der jeweiligen politischen oder ideologischen Begründung sichtbar und hörbar vorgegangen werden. Antisemitismus bedrohe ein friedliches, demokratisches und freies Zusammenleben.
Die Bremische Evangelische Kirche stehe solidarisch an der Seite von Jüdinnen und Juden. Angriffe auf jüdisches Leben dürften nicht hingenommen werden, betonte der Kirchenpräsident.
Leid in Gaza
Zugleich mahnte Kuschnerus, die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen nicht aus dem Blick zu verlieren. Die Hamas habe mit ihrem Angriff Leid über Israel und Gaza gebracht. Die Toten des Krieges und die Opfer des Terrorangriffs dürften nicht gegeneinander aufgerechnet werden. Trauer und Mitgefühl müssten allen Betroffenen gelten.
Kuschnerus verband das Gedenken mit der Hoffnung auf ein Ende der Gewalt und Frieden für die Menschen in Israel und den palästinensischen Gebieten.
Mahnwache auf dem Marktplatz
Am Mittwoch, 7. Oktober, beginnt um 17.30 Uhr eine Mahnwache auf dem Bremer Marktplatz. Sie findet vor dem Gebäude der Bremischen Bürgerschaft statt.
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