Mahnwache in Bremen: Kritik an Regierung prägt das Gedenken
Bei einer Mahnwache zum Anschlag im Umfeld des Berliner CSD rückte in Bremen laut taz vor allem die Kritik an der Regierung in den Mittelpunkt.
Bei einer Gedenkveranstaltung in Bremen zum Anschlag im Umfeld des Christopher Street Day in Berlin ist nach einem Bericht der taz vor allem über politische Versäumnisse gesprochen worden. Die Würdigung der Opfer und die Trauer über die Tat seien dabei in den Hintergrund gerückt.
Politik im Mittelpunkt
Die Veranstaltung am Sonntagabend stand dem Bericht zufolge unter dem Eindruck der Kritik an der Regierung. Damit entwickelte sich die Mahnwache teilweise zu einem routinierten politischen Schlagabtausch, statt den Betroffenen des Anschlags und ihren Angehörigen Raum zu geben.
Der Anschlag im Umfeld des Berliner CSD hatte auch in Bremen und Bremerhaven Reaktionen ausgelöst. Bei einer früheren Mahnwache auf dem Bremer Marktplatz hatten sich nach Angaben der Veranstalter rund 650 Menschen versammelt. Dort wurde Solidarität mit den Betroffenen bekundet und vor queerfeindlicher Gewalt gewarnt.
Solidarität und Schutz
Für den geplanten Christopher Street Day in Bremen hatten Veranstalter und politische Gruppen nach der Tat betont, sich nicht einschüchtern lassen zu wollen. Zugleich wurde eine sorgfältige Aufarbeitung möglicher Konsequenzen für den Schutz queerer Menschen und für künftige Veranstaltungen gefordert.
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