Bovenschulte fordert Perspektive für Mercedes-Werk Bremen
Bei Betriebsversammlungen im Mercedes-Werk hat Bürgermeister Andreas Bovenschulte Konzepte für den langfristigen Pkw-Bau in Bremen verlangt.
Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat die Konzernleitung von Mercedes-Benz aufgefordert, tragfähige Konzepte für den langfristigen Pkw-Bau in Deutschland und am Standort Bremen vorzulegen. Bei drei Betriebsversammlungen im Bremer Werk am 17. September sagte er, Kostensenkungen dürften nicht vor allem zulasten der Beschäftigten gehen.
Auf Einladung der IG Metall sprach Bovenschulte vor Beschäftigten der Früh-, Spät- und Nachtschicht. Er sicherte dem Werk und seiner Belegschaft Unterstützung durch den Bremer Senat zu. Die Lage der Automobilindustrie bezeichnete er als schwierig.
Flexible Produktion als Stärke
Das Bremer Werk sei im Konzern gut positioniert, betonte Bovenschulte. Als besondere Stärke nannte er die Möglichkeit, Fahrzeuge mit Verbrennungs-, Hybrid- und Elektroantrieb auf denselben Fertigungslinien zu bauen. Dies beruhe auf der Erfahrung und Qualifikation der Beschäftigten.
Gleichzeitig sprach sich der Bürgermeister dafür aus, den Standort über die reine Montage hinaus weiterzuentwickeln. Bremer Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen verfügten über Kompetenzen etwa bei Sensorik, Künstlicher Intelligenz und automatisiertem Fahren. Mercedes-Benz solle das Werk stärker an Entwicklungs- und Erprobungsprojekten beteiligen.
Gegen Verlagerungen
Bovenschulte wandte sich gegen eine Strategie, Produktion vorrangig in Länder mit niedrigeren Lohnkosten zu verlagern. Einmal abgegebene Arbeit kehre nur selten zurück. Er stellte sich zudem hinter Betriebsrat und Gewerkschaft und bezeichnete eine starke Arbeitnehmervertretung als Vorteil für den Industriestandort.
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Senatspressestelle BremenKommentare
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